Persönlichkeit zeigen: darum ist ein eigener Einrichtungsstil wichtig

Je individueller, desto besser. Das gilt auch hinter verschlossenen Türen. Denn die eigenen vier Wände sind auch immer Inszenierung der Persönlichkeit.

My home is my castle. Im eigenen Zuhause kann der Bewohner ganz nach Belieben das Einrichtungszepter schwingen. Was nach großer Freiheit und Selbstverwirklichung klingt, fällt mitunter schwer. Wer seinen eigenen Stil noch nicht gefunden hat, greift oft auf bekannte Wohnideen zurück. Den IKEA-Katalog, die Studentenbunde des Kumpels oder das elterliche Wohnzimmer eins zu eins zu kopieren hat allerdings nichts mit Stil zu tun. Denn dieser ist immer Ausdruck der Persönlichkeit und kommt aus dem Bauch. Deshalb passt das, wo man sich bei anderen so wohlfühlt, nicht unbedingt in die eigenen vier Wände.

 

Inspiration erlaubt

 

Die Wohnung anderer darf allerdings trotzdem inspiziert werden. Aber nur, um sich Inspirationen zu holen. Das Gefühl gibt dabei Aufschluss darüber, ob man sich dem eigenen Stil annähert. Fühle ich mich wohl? Mag ich es lieber minimalistisch oder verspielt? Welche Farben sprechen mich an? Das Konzept eines Zimmers kann sich auch um einen bestimmten Einrichtungsgegenstand finden. Dies kann der Schaukelstuhl, der von der Großmutter geerbt wurde, eine aufregende Lampe oder auch eine Fotografie wie die von Lumas, sein. Wichtig ist, sich heimisch zu fühlen.

 

Einer Linie folgen

 

Wohnungen, die ohne Liebe zum Detail eingerichtet sind, wirken selten einladend und gemütlich. Umgekehrt kann ein Mix aus vielen verschiedenen Möbeln, Farben und Accessoires aber einen chaotischen und unsortierten Eindruck bei Besuchern hinterlassen. Wer das als Teil seiner Persönlichkeit sieht und damit im Reinen ist, fühlt sich in einem solchen Umfeld trotzdem wohl. Ist man aber unzufrieden mit genau diesen Eigenschaften, wird man sich auch in einer solchen Wohnung nicht glücklich fühlen. Da hilft nur der Ausräum-Trick: das Zimmer wird komplett leer geräumt. Dann werden nach und nach die Sachen, die wirklich notwendig sind oder unbedingt im Raum sein sollen, wieder hineingestellt. Im Ensemble oder alleinstehend. Wenn dann Stücke nicht zur Linie des Zimmers passen oder auch Einzeln nicht überzeugen können, kann es aussortiert werden. Wer weiß, ein anderer ist vielleicht gerade auf der Suche nach genau diesem Teil, weil es seiner Persönlichkeit besser entspricht.

 

Bild: tapetenpics unter cc-by-sa 2.0

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