Meine erste KFZ-Versicherung: Worauf gilt es zu achten?

Junges Mädchen sitzt auf Auto

Die Führerscheinprüfung ist bestanden und das erste Auto steht bereits vor der Tür. Das Problem: Welche Kfz-Versicherung bietet auch Führerscheinneulingen eine bezahlbare Prämie? Wir schildern einige Tricks, mit denen junge Fahrer und Fahranfänger, die zum ersten Mal ein eigenes Auto versichern möchten, Geld sparen können.

 

Fahranfänger und Führerscheinneulinge zahlen die höchsten Versicherung-Beiträge

 

Es ist erwiesen: Fahranfänger und Führerscheinneulinge zahlen in der Kfz-Versicherung die höchsten Beiträge. Das kommt daher, dass sich die Höhe der Versicherungsprämie nach dem individuellen Schadensrisiko richtet – und das liegt bei Fahranfängern und jungen Fahrern besonders hoch. Denn sie sind noch unerfahren und schätzen Situationen im Verkehr oft falsch ein. Doch gerade Auszubildende und Studenten sind meistens knapp bei Kasse.

 

Wie beeinflussen die Schadenfreiheitsklassen die Prämie?

 

Bei der Berechnung der Prämien achten die Kfz-Versicherer auf die Fahrerfahrung und auf die Unfall-Wahrscheinlichkeit – diese Einstufung erfolgt in Form der Schadenfreiheitsklassen (kurz SF-Klassen). Das Prinzip ist denkbar einfach: Fahranfänger starten mit SF-Klasse 0 und mit jedem unfallfreien Jahr steigen sie eine Stufe auf. Schluss ist bei der Stufe 35.

Die Klasse 0 ist mit 95 Prozent belegt und die Schadenfreiheitsklasse 1 mit 60 Prozent des Beitrags. Daher sollten Kfz-Neulinge versuchen, die Stufe 0 zu umgehen. Das klappt zum Beispiel durch eine Versicherung über die eigenen Eltern als Zweitwagen. Doch es gibt noch einige andere Tipps, wie eine Autoversicherung günstig abgeschlossen werden kann.

 

1. Tipp: als Zweitwagen der Eltern versichern

Die einfachste und günstigste Lösung ist es, das Auto über die Eltern als Zweitwagen anzumelden und sich als Fahrer eintragen zu lassen. Das ist alternativ auch über die Großeltern oder anderen Verwandten möglich, wobei eine Versicherung über die Eltern in der Regel die billigste Variante ist.

2. Tipp: Familientarif nutzen

Einige Versicherer bieten spezielle Familienversicherungen, bei der Fahranfänger sofort in der Klasse ½ starten können. Diese Variante ist aber meistens teurer als die Zweitwagenversicherung.

3. Tipp: SF-Klasse der Eltern oder Verwandten übernehmen

Wer schon länger einen Führerschein besitzt oder sein Auto einige Jahre als Zweitwagen über die Eltern laufen hatte, kann die SF-Klasse übernehmen. Im Fall einer Nutzung der Zweitwagenregelung werden die erworbenen Prozente in die eigene Versicherung übernommen, wenn dies bereits bei Vertragsabschluss so angegeben wurde. Besonders lohnenswert ist es, die SF-Klasse von Verwandten zu übernehmen, die ihren eigenen Wagen abgemeldet haben.

 

Bild: Gustavo Gomes unter cc-by-sa 2.0