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Familien heute: Eine Reise durch die Wohnzimmer dieser Welt

Starfotografin Crowe hält Familienbilder von heute fest. Egal ob Patchworkfamilie, homosexuelles indisches Pärchen oder deutsche Hippiefamilie.

Es ist Segen und Fluch zugleich: Seine Familie kann man sich nicht aussuchen. Auch noch so große Entwicklungen unserer Zeit haben daran nichts geändert. Eines hat sich aber definitiv gewandelt: das Familienbild. Weg vom Einheitsbrei, hin zu individuellen Familien. Tätowierte Mütter, gleichgeschlechtliche Eltern, Patchworkfamilien. Das neue, vielfältige Gesicht einer modernen Familie will Michele Crowe in ihren Fotos festhalten. Die Fotografin, die zuvor schon Hollywoodstars wie Robert Pattinson, Jessica Alba oder Neil Patrick Harris alias Barney Stinson, vor die Linse bekam, ist für ihr Projekt „Universal Families“ um die Welt gereist.

Italien, Indien, Frankreich. Michele traf in den Wohnzimmern dieser Welt auf außergewöhnliche Familien und fragt: „Was bedeutet für euch Familie“? Finanziert durch eine Crowdfunding-Kampagne setzt sie sich für ein vorurteilsfreies Denken ein, wie sie ZEITjUNG.de erzählt: „I have a very negative reaction to judgement and at the time it was geared toward multi-racial couples, same sex parents and the like. (…) People don’t see that no matter your family’s orientation, the majority of us are just at home laughing and loving and wanting to live in harmony“.

 

In guten wie in schlechten Zeiten

 

Die Fotografin ist davon überzeugt, dass jeder Mensch von Natur aus ein starkes Verlangen nach Zusammengehörigkeit und Liebe hat. Die Familie sei wie ein unersetzliches „Support System“ für uns, in guten wie in schlechten Tagen. Von tiefen Lebenskrisen bis zu feuchtfröhlichen Feiern. Hautfarbe, Gender, oder sexuelle Orientierung seien dabei irrelevant. Michele ist es wichtig, gerade in dieser Zeit, in der Vorurteile, Hass und Angst in vielen Köpfen der Menschen stecken, zu zeigen, dass wir im Grunde alle das gleiche Ziel haben: „People are really up in arms over the precarious state of our safety world wide and pointing fingers is all too easy. I think when you see that we are all after the same goal, which is just to live in peace with our nearest and dearest, you see that our fight is with an invisible enemy manifested in people that chose things like hate and greed over love. I truly believe that enemy only subsides when we chose love“.

In Frieden leben, zusammen mit unseren Liebsten. Ein Ziel, das Menschen weltweit, unabhängig ihrer politischen Ansichten, verbindet. Michele will weitermachen mit ihren Bildern der Familien von heute, einen Beitrag zu jenem Frieden und auch zur Dokumentation für unsere Nachwelt leisten: „I will continue to photograph The Universal Family for as long as I can. It’s not just for us, it’s for posterity“.

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