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Warum Fear Pong auf YouTube noch besser ist als Katzenvideos

Was gibt es Besseres, als fremden Menschen dabei zuzuschauen, wie sie sich beim Bierpong betrinken und peinliche Aufgaben lösen? Eben, nichts.

Es ist mittlerweile Standard auf jeder (guten) Hausparty: Die roten Becher, die man aus amerikanischen High School-Filmen kennt, ein alter, verklebter Küchentisch, gesäumt von Bierflaschen. Drumherum eine Menge jubelnder Leute, am Ende des Tisches jeweils ein Pärchen, das mit Tischtennisbällen um den Sieg kämpft. Dieser Text voller Liebe richtet sich aber nicht (nur) an das altbekannte Trinkspiel, Bierpong. Sondern an eine Umwandlung davon, Fear Pong. Oder besser gesagt: Die Fear Pong-Videos von Cut auf YouTube. Weil sie mir jeden langweiligen Freitagabend Zuhause und jede Mittagspause versüßen können.

 

Pein und Gratis-Rausch für die Chance auf 200 Euro

 

Das Setting: Ein White Screen. Zwei oder auch vier Gegner, ausgewählt nach bestimmten Kriterien. Eine Tischtennisplatte. Auf jeder Seite sechs Becher, voll mit Bier. Unter jedem Becher: Eine Aufgabe. Erledigt man die Aufgabe, darf man den Becher noch eine Runde behalten. Andernfalls muss man ihn trinken. Der Rest: Normale Bierpong-Regeln. Der Gewinner bekommt am Ende 200 Dollar – als Entschädigung für etwas medialen Pein und einen Gratis-Rausch. Als Zusatz gibt es noch ein paar fiese Kameramänner, die zwischendurch ziemlich direkte, peinliche Fragen stellen.

 

Viel Bier und ehrliche Antworten

 

Das Team von Cut wählt bewusst Paarungen, die sonst vermutlich niemals an einem Bierpong-Tisch landen würden: Ex-Partner, Chef und Mitarbeiter, Mutter und Sohn. Das ist nicht nur unterhaltsam anzusehen, sondern regt auch an, über die eigenen Beziehungen mit den jeweiligen Personen nachzudenken: Was würde passieren, würde ich mit meinem Vater Becher um Becher spielen. Und über Dinge reden, über die wir sonst nicht reden würden. Und Dinge tun, die wir sonst nie gemeinsam tun würden. Fear Pong ist nämlich nicht nur witzig, sonder auch authentisch und kitzelt aus den Teilnehmern ehrliche Antworten raus. Und teilweise auch ernst gemeinte Entschuldigungen für längst vergangene Gemeinheiten.

 

Wenn Eltern sich mit ihren Kindern betrinken, wird es lustig

 

Aber vor allem macht es jede Menge Spaß, fremden Leuten auf YouTube dabei zuzuschauen, wie sie sich peinlich berührt miteinander betrinken. Und zu raten: Wird sie diesen Dare wohl machen? Wird er zugeben, dass er noch in seine Ex-Freundin verliebt ist? Wird die Chefin sich wohl von ihrem Mitarbeiter rohe Eier auf dem Kopf zerschlagen lassen? Es ist deshalb lustig anzusehen, weil die Meisten das Meiste tatsächlich machen. Weil vermutlich nur eine bestimmte Art von Menschen so einen herrlich amüsanten Schwachsinn mitmacht. Menschen, die das Leben mit teils bissigem, aber immer schlagfertigem Humor nehmen. Und wenn sie am Ende alle betrunken sind, wird es meist noch lustiger.

 

Fear Pong ist mein Guilty Pleasure

 

Fremde spielen in Unterwäsche Bierpong, Frauen erzählen ihren Müttern sie wären schwanger von ihrem Ex, Väter spielen mit Handpuppen die Zeugung ihrer Kinder nach – vor ihren Augen. Es mag ein bisschen flach und trashy sein, aber ich gebe hiermit zu: Während andere Schmink-Tutorials oder Katzenvideos auf YouTube anschauen, ist Fear Pong mein Guilty Pleasure. Ja, ich schaue mir wahnsinnig gerne an, wie sich fremde Menschen betrinken und peinliche Aufgaben erfüllen. Es ist unterhaltsam und entspannend. Danke dafür, Fear Pong.

 

 

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Bildquelle: Pexels unter CC0 Lizenz

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