Foto von Fehlgeburt: Chrissy Teigen macht Frauen* Mut

Triggerwarnung: In diesem Text geht es um das Thema Fehlgeburt.

Model Chrissy Teigen teilt Bilder ihrer Fehlgeburt – und erntet eine Welle von Hass und Kritik. Doch in Wirklichkeit hilft sie damit betroffenen Frauen* auf der ganzen Welt und hinterlässt nebenbei eine eindrucksvolle Botschaft.

Am 1. Oktober 2020 sorgte ein Post des US-amerikanischen Models Chrissy Teigen für Aufruhr in der Social-Media-Welt: Die Ehefrau des Sängers John Legend teilt mit, dass sie eine Fehlgeburt erlitten und ihr 3. Kind „Jack“ im 6. Schwangerschaftsmonat tot auf die Welt gebracht hat. Eine Nachricht, die mit Sicherheit nicht leicht zu überbringen ist. Doch anstelle von Mitleid und Anteilnahme hagelt es auf Instagram von vielen Seiten Kritik. Denn: Chrissy hatte sich dazu entschieden, zusätzlich zu einem emotionalen Text auch Bilder von diesem einschneidenden Erlebnis zu veröffentlichen. Die Schwarzweißfotos zeigen sie weinend auf einem Krankenhausbett, später sieht man auch, wie sie ihren Sohn in den Armen hält. „Einfach typisch dieses Verhalten“, kommentieren einige Instagram-User*innen, „es geht ihr wieder mal nur um die Aufmerksamkeit“. „Was ist falsch mit dir?“, fragen andere.

Die eigentliche Frage ist jedoch, was mit denjenigen falsch ist, die solche Kommentare hinterlassen und dafür auch noch hunderte Likes kassieren. Warum sind Leute der Meinung, so ein Verhalten wäre in dieser Situation angebracht? Was Chrissy Teigen mit ihren wirklich sehr privaten Aufnahmen erzielen möchte, ist offensichtlich mehr als nur die Erregung von Aufmerksamkeit. Es geht ihr wohl auch um Aufklärung und Sensibilisierung im Bezug auf ein Thema, welches mehr Menschen betrifft, als man vielleicht erahnen mag. Laut einer Statistik wurden allein in Deutschland im Jahr 2015 fast 25.000 Fehlgeburten verzeichnet, bei denen Mütter* stationär behandelt werden mussten. Die Zahl der ambulant oder sogar zuhause betreuten Fälle ist dementsprechend noch weitaus höher. Viele Betroffene sind dankbar darüber, wenn andere Frauen* ihre Erfahrungen teilen, so Trost spenden und zeigen: Du bist nicht allein. Diese Twitter-User*innen bringen es auf den Punkt: