Intim und persönlich: Foto-Serie über die neue junge Natürlichkeit

Francesca Jane Allen Titel

Wir haben diskutiert über ideale Körperbilder, haben trainiert, uns um unsere Ernährung gekümmert und uns gefragt, was der richtige Lebensweg ist. Dann haben wir uns eine Kippe angezündet und festgestellt, dass es uns meistens einfach zu anstrengend ist, unser Leben irgendwie rechtfertigen zu müssen. Es in eine Schublade zu packen. Sind wir jetzt spießig oder verzweifelt? Nachhaltig oder verschwenderisch? Aufmüpfig oder brav? Wenn wir das alles mal beiseite lassen sind wir einfach nur ein junger Haufen, der noch nicht so ganz genau weiß, wo das alles hinläuft, aber trotzdem verdammt viel Spaß dabei hat. Diesen jungen Lebensgeist, der ehrlicher ist als jeder Lifestyletrend uns vorzugeben vermag, hat die Fotografin Francesca Jane Allen in ihren Fotografien eingefangen.

Francesca hat am London College of Communication ihren Abschluss in Fotografie gemacht und arbeitet an ihrem Projekt „Girls! Girls! Girls!“ schon seit sie 17 Jahre alt ist. Die Porträts sind auch deshalb so persönlich und intim, weil sie vor allem ihre jüngere Schwester und ihre beste Freundin zum Model haben: „As the title might suggest, the images are all of girls, mainly my younger sister and my best friends Cosima and Ayesha. All of the girls I photographed mean a lot to me and have shaped my life in some way or another“, sagt die Fotografin gegenüber It’s nice that. Dieses Vertrauen, das die Bilder vermitteln, ist aber auch in ihren anderen Werken zu finden. Vor allem sind sie hellwach und leuchten von der Lust am Leben.

Ihre Bilder machen, genau wie wir beim Älterwerden, eine Entwicklung durch, wie Francesca selbst sagt: „Es ist eine Kombination aus dokumentarischen Bildern und mehr durchdachten und arrangierten Porträts. Die Fotos erzählen genauso von meiner Jugend, wie von der meiner Modelle. Da es eine fortlaufende Arbeit ist, entwickelt sie sich ständig weiter und verändert sich, genau wie ich selbst.“ Sie zeigen uns, dass wir am glücklichsten sind, wenn wir all den Optimierungs-Quatsch hinter uns lassen. Wenn wir so sind, wie wir eben sind. In unserer ganzen Natürlichkeit.