6 Fragen, 6 Antworten: Stellt uns in Zukunft ein Roboter ein?

Wir hassen die Maschinen, die uns in den Warteschlangen hängen lassen. Wir fühlen uns von Maschinen nicht so richtig gut betreut wie von Menschen. Auf der anderen Seite verlassen wir uns gerne auf sie – wir speichern Fotos in der Cloud anstatt sie auszudrucken, wir machen Online-Banking, wir steuern die Heizung über unser Smartphone. Roboter sind uns unheimlich, aber gleichzeitig sind wir fasziniert davon, was sie alles schon können.

Bewerbungsgespräch mit einem Roboter?

Wenn es um Gespräche geht, reden wir dann aber doch lieber mit Menschen als Robotern. Wie also sähe ein Bewerbungsverfahren mit Robotern aus? Das ist eine zwischenmenschliche Situation, in der wir uns häufig unwohl fühlen, uns aber auch gerne auf Bauchgefühl und Sympathie verlassen. Wie ist es, wenn ein Roboter uns aussucht oder eben auch nicht?

ZEITjUNG hat mit Melikshah Ünver gesprochen. Er ist einer der Gründer von Taledo, einem HR-Start-Up, das einen Score entwickelt hat, der automatisch passende Bewerber und Unternehmen zusammenführt. Melikshah hat uns verraten, wie genau der Algorithmus funktioniert und wie du als Berufseinsteiger dabei punkten kannst.

  • Roboter-Recruiting-Bewerbung-Technologie

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    Welche Techniken gibt es schon?

    Melikshah: „Konzepte gibt es viele, aber so wirklich etabliert ist noch sehr wenig. Die meisten Jobs werden immer noch über Stellenanzeigen oder Headhunter vergeben. Neben Algorithmen wie unserem, der die Vorauswahl an passenden Kandidaten für eine Stelle trifft, werden außerdem Chat-Bots eingesetzt, um die Bewerber kennenzulernen. Meiner Meinung nach dienen die aber nur dazu, Kosten einzusparen, denn sie machen den Prozess nicht effektiver.“

Mir wurde die Faszination für Worte in die Wiege gelegt. Direkt neben meine Vorliebe für alles, was mit Gefühlen und Zwischenmenschlichem zu tun hat, Mode und französische Filme. Aus der Wiege in der fränkischen Heimat ging es für mich mit dem Vorhaben, all meine Vorlieben in einen Beruf zu packen, ins Schwabenländle. Mit einem Winter in irischen Pubs, einem Sommer in der Isar und bald einem Bachelor im Gepäck lasse ich mich nun überraschen, wie brotlos meine Kunst wirklich ist.