„Freckling“ ist der Dating-Trend des Sommers

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Once again. Beinahe wäre uns beim Dating schon langweilig geworden, doch ein Glück lässt der neuste Trend nicht auf sich warten. Aber diesmal ist nicht etwa Tinder oder Generation Y schuld. Diesmal brauchten wir anscheinend einfach nur einen neuen Namen für ein Phänomen, das es schon immer gibt, aber wohl viel zu uncool klingt. „Freckling“ hört sich ja auch viel realer, viel krasser, viel nicer an, als so eine simple „Sommerromanze“.

„Freckles“ ist Englisch für „Sommersprossen“. Wer gut kombinieren kann, versteht: Sommerdates und Sommersprossen bleiben beide einen Sommer und verschwinden dann wieder. Sie sind der heiße Typ, mit dem wir ein paar Mal am See und danach dank einer Mischung aus Sonnentrunkenheit und ein bisschen zu viel Vino in seiner Wohnung waren. Sie sind die süße Kellnerin im Biergarten, mit der wir nach ihrer Schicht noch ein paar Bier getrunken und uns dann im Freiluftkino verabredet haben. All die Wärme, all die Freiheit, all die Glücksgefühle machen den Sommer so romantisch. Aber genau das nimmt der Sommer auch mit, wenn er geht.

 

Und jährlich grüßt der Sommerflirt

 

Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch meine Oma schon damals, als das Fernsehen noch schwarz-weiß, „Tweet“ noch der englische Begriff für Zwitschern und die Welt noch in Ordnung war, den ein oder anderen Kerl im Sommerurlaub kennenlernte und danach nie wieder etwas von ihm hörte. Weil der Kontakt einfach nicht möglich war. Genau das ist laut der Website AskMen, die den Begriff verbreitete, anders beim „Freckling“. So verlässlich wie unsere Sommersprossen jedes Jahr mit den ersten Sonnenstrahlen wieder auftauchen, werden das auch die Sommerflirts vom letzten Jahr. Über die kalten Monate verstecken sich Sommersprossen unter der Haut und Sommerflirts unter der Decke. Doch mit höheren Temperaturen sehen wir plötzlich ein Like unter unserem Insta-Post oder werden auf Snapchat geaddet. Es war nun einmal nie einfacher, sich ganz random wieder zu melden.

„Freckling“ ist also eine Sommerromanze mit Wiederholungspotenzial. Die Frage ist allerdings, was uns lieber ist. Vielleicht freuen wir uns den Frühling nicht allein, sondern auch im nächsten Jahr wieder unverbindlich am See und im gleichen Bett zu verbringen. Vielleicht wären wir aber froh, nur verbindliche und ehrliche Nachrichten anstatt nebenbei getippte Likes zu bekommen. Oder vielleicht haben wir keinen Bock mehr auf den immer gleichen Sommerhit und finden dafür im Winter die wirkliche Romanze.

Aber ganz egal, wie wir uns entscheiden, in einer Sache sind wir uns wohl einig: Um Spaß zu haben oder die Liebe zu finden, braucht es weder fancy Begriffe noch Trends.

 

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Bildquelle: Pexels unter CC0 Lizenz

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