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Frischfleisch für Feier-Touristen: Über die Party-Perle des Baltikums

Dick feiern im Urlaub muss für Viele sein – wer’s braucht und mag, kann das nicht nur auf dem Ballermann. Zum Beispiel in Riga. Die Stadt finden nicht nur Party-Urlauber toll, sondern auch die Europäische Union, die Riga zur Kulturhauptstadt 2014 gemacht hat. Gute Entscheidung. Denn in der baltischen Metropole an der Ostsee weht in jeder Hinsicht ein frischer Wind.

Riga ist in den letzten Jahren zu einer richtig jungen Stadt geworden, in der es vor kreativen Köpfen und innovativen Machern nur so wimmelt. Und zugleich darf sich Lettlands Hauptstadt einer langen und aufregenden Geschichte rühmen. Die prosperierende, reiche Hansestadt von einst sieht man ihr immer noch an: Die Altstadt gehört zu den schönsten und intaktesten Europas und zum UNESCO Weltkulturerbe. Dort trifft heutzutage jugendlicher Style auf Jugendstil, historische Grandezza auf urbane Lässigkeit. Schöne, coole, interessante Menschen auf den Straßen, mehr nackte Gips- und Marmorschönheiten an den Hausfassaden als in jeder anderen europäischen Stadt,– es gibt einiges zu gucken in Riga.

Langsam in die Nacht tänzeln

 

Und das 24/7. Wie überall, wo viele junge Leute zusammenkommen, wird wenig geschlafen und die Tatsache, dass Google sofort die Ergänzung „party“ vorschlägt, tippt man Riga in die Suchmaske ein, überrascht uns gar nicht. In den Szenevierteln der lettischen Hauptstadt lässt es sich tatsächlich wunderbar feiern. Entspannt in die Nacht starten kann man am besten auf der Terrace Riga. Während man an einem Drink oder Glas Wein nippt, genießt man die atemraubende Aussicht über die ganze Stadt, die nun in melodramatisches Rot getaucht daliegt und fühlt sich irgendwie…mondän. Im Folkklubs ALA Pagrabs geht’s dann um einiges bodenständiger und urbaltisch zu. Aber immer mit Stil. Die Gäste können Künstlerinnen und Künstler erleben, die das musikalische Erbe Lettlands neu interpretieren und ihre folkigen oder auch „postfolkigen“ Kompositionen zum Besten geben. Die „authentischste lettische Kneipe“ (sagen die von sich) vereint Tradition und (Post)Moderne im Kleinen, wie überhaupt die kreative Fusion von Alt und Neu, von Brauchtum und Avantgarde den Charakter Rigas prägt. Im Folkklub kann man übrigens auch seinem Gaumen mit deftigem lettischem Essen, gewürzt mit, ihr ahnt es schon, einer Prise zeitgenössischer Cuisine, eine Freude tun und das alles zu moderaten Preisen. Unbedingt probieren sollte man die traditionellen Grauerbsen mit Speck, dazu gibt es ein Glas Sauermilch oder Kefir. Später hält man als flüssiges Accessoire ein herbes lettisches Bier in der Hand oder labt sich an „Rigaer Balsam“. Der schmeckt ein bisschen wie Jägermeister, nur besser (nichts für ungut, ihr Jägermeisterfans da draußen).

Abzappeln bis zum Morgengrauen

Weiter geht’s im „Kanapes Kulturas Centrs“, wo auch die alteingesessenen Rigaer tanzen bis der Arzt kommt. Die quirlige, alternative Atmosphäre im Club beweist selbst hartgesottenen Berlinern, dass man auch anderswo weiß, wie das mit dem Feiern geht. Gegründet wurde die ganze Geschichte von Darvis Kanepes, der in Riga studiert und dann in Rom als Filmemacher gearbeitet hat. Irgendwann wurde ihm die italienische Hauptstadt zu langweilig – „da entwickelt sich kulturell nichts Neues“ – und angelockt von der Aufbruchsstimmung in seiner Heimatstadt beschloss der tüchtige Kerl, das Projekt KKC ins Leben zu rufen. Heute radeln rundbebrillte Hipster, wir entschuldigen uns für das Unwort, aber ihr wisst ungefähr, was wir damit sagen wollen, mit dem Fixie nicht nur wegen der Partys zum KKC, sondern auch für Konzerte, Lesungen, Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen. Kleiner Haken: Wer in der urban-unkonventionellen Menge nicht auffallen will, sollte die coolen Klamotten besser nicht zu Hause lassen. Oder vor dem Trip noch mit dem ein oder anderen Designer-Teil aufstocken.

Absacken lässt es sich dann wunderbar im Chomsky, wo der große amerikanische Denker brütend von der Wand runter blickt und über die Alkoholseligen, natürlich stets tiefgreifenden Gespräche wacht. Gedämpftes Licht, alles kunstvoll ranzig und sorgfältig abgefuckt, ein perfekter Ort, um noch den letzten Schnaps, der dann am nächsten Tag wortreich bereut wird, runterzustürzen.

Und weiter geht’s

Denn Riga hält sogar für Verkaterte ein besonderes Highlight bereit: Die riesigen Markthallen, den „Bauch von Riga“. Bei ihrer Eröffnung 1930 galten sie als die modernsten der Welt, noch heute locken sie täglich 140.000 Menschen an. Wer wirklich hinüber ist, meidet erst mal die für rebellierende Mägen heikle Frischfleischabteilung und besorgt sich eine Flasche Birkensaft. Klingt für viele erst mal nach Pollenallergie, ist aber supergesund, vertreibt angeblich Übelkeit und Kopfweh und macht verkaterte Menschen wieder munter. Wenn man lieb guckt, kriegt man von einer verständnisvollen Marktfrau bisweilen sogar ein Glas geschenkt. Anschließend kann man sich die Moskauer Vorstadt angucken, bei Touristen als raues Arbeiterviertel eigentlich nicht besonders beliebt, aber gerade dadurch mit ihren heruntergekommenen Holzhäuschen charmant. Oder man fährt an heißen Tagen ins mondäne Ostseebad Jurmala und erholt sich im kühlen Nass oder auf der Luftmatratze. Und ehe man sich versieht, fällt in der baltischen Metropole erneut die Dämmerung ein und die pittoresken Straßen locken wieder mit all dem, was sich hinter ihren reichverzierten Türen und Toren verbergen mag. Die zweite Nacht schafft ihr aber auch ohne Anleitung.

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Bildquelle: Flickr/ Santa Felkere CC by 2.0