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Kann Google vorhersagen, welche Straftaten wir planen?

Google: Wir benutzen es täglich und es weiß sicher eine Menge über uns. Doch jetzt will es anhand von Suchanfragen kriminelle Handlungen vorhersagen können.

Bestimmt hast du dir schon einmal die Frage gestellt, was Google so alles über dich weiß und hast dich relativ schnell wieder von diesem Gedankengang verabschiedet, weil er im heutigen Daten-Wirr-Warr in unendlichen Fragezeichen enden würde. Aber was ist, wenn Google, dieses Tool, das du jeden Tag nutzt, nur durch Stichworte bestimmte Verhaltensmuster erstellt, die es dem Konzern erlauben, nicht nur Straftaten aufzudecken, sondern sogar vorherzusagen?

Straftaten vorhersagen hört sich vielleicht erstmal ganz super an. Schließlich nutzt es unserer eigenen Sicherheit und so. Aber führen wir diesen Gedanken doch mal weiter: Du hast wirklich absolut keinen Plan von Drogen jeglicher Art, fragst dich vielleicht sogar, was zur Hölle eigentlich „Weed“ ist. Wen fragst du da? Natürlich, Google! Soweit, so gut, du hast jetzt zahlreiche Informationen zu deiner Drogenfrage bekommen, während deine Suchanfrage auf der anderen Seite analysiert wird. Du bist sicher nicht der einzige, die mal Drogen googelt. Und das soll jetzt aber dazu führen, dass unter anderem deine Suchanfragen Aufschluss über kriminelle Drogenaktivitäten geben?

 

Die Parallelen sind da, aber reicht das für Vorhersagen?

 

Forschende des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Bern sind dieser Frage nachgegangen und haben die Suchanfragen zur Droge „Methamphetamin“ mit den entsprechenden Kriminalstatistiken aus der Schweiz, Deutschland und Österreich verglichen. Tatsächlich konnten sie Parallelen zwischen der Häufigkeit dieser Suchanfragen und der kriminellen Aktivitäten in den letzten 10 Jahren erkennen. Gut, auch wenn zuerst gegoogelt wird, bevor Drogen illegal verkauft werden, ist das wohl noch nicht genug Information, um solche Straftaten vorauszusagen. Überhaupt sei es schwierig, tatsächlich festzustellen, ob jemand das, was er googelt, auch umsetzen wird. Der ehemalige Google-Datenexperte Stephens-Davidowitz hat Big Think seine Meinung dazu verraten und steht dem ganzen ebenfalls kritisch gegenüber: „Viele Leute haben schlimme Gedanken und googlen schlimme Dinge, ohne diese schlimmen Dinge jemals in die Tat umzusetzen.“

Also mal im Ernst, wo würden wir denn da auch hinkommen, wenn mir, natürlich zugespitzt gesagt, eine Straftat angehängt wird, nur weil ich neben meinen Freunden nicht wie ein Vollidiot dastehen möchte.

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