3 Gründe, warum das #bodypositivity-Movement immer noch wichtig ist

Body Movement Körperideal Advertorial

1. Mehr Diversität in der Modewelt:

In den letzten Monaten boomt die Plus-Size-Branche: Ashley Graham, ein Model für Übergrößen, ziert das Cover der Sports Illustrated und gibt anderen Menschen, die etwas mehr auf den Rippen haben, Mut. Auch bieten immer mehr Online-Shops wie zum Beispiel Gina Laura Kleidung für kurvigere Frauen an, ohne dass die Auswahl an den Inhalt von Omas Kleiderschrank erinnert. Auf den Laufstegen der Modemetropolen sieht man neben den typischen Victoria’s-Secret-Models endlich auch mehr und mehr Plus-Size-Größen-Trägerinnen, zum Beispiel das deutsche Curvy-Model Angelina Kirsch. Trotz dieser Fortschritte leben wir noch immer in einer Gesellschaft, in der die Körper von bereits sehr schlanken Models noch dünner retuschiert werden, sodass sie aussehen wie Barbiepuppen, in deren Oberkörpern kaum noch Platz mehr Herz, Lunge und Co. ist.

2. Instagram Challenges:

Zwar trägt das soziale Netzwerk dazu bei, dass wichtige Bewegungen wie #bodypositivity verbreitet werden, aber auch unsinnige Challenges wie #ThighGap, #BellyButtonChallenge und #BikiniBridge finden dadurch viel Gehör. Dabei geht es um gefährliche Körpertrends. Eine Lücke zwischen den Oberschenkeln oder besonders hervorstehende Hüft- oder Schlüsselbeinknochen sollen der Internetwelt zeigen, wie dünn man ist. Wer bei den Challenges nicht mithalten kann, ist in den Augen der anderen Teilnehmerinnen zu dick und sollte abnehmen. Dabei sind #ThighGap und #Collarbonechallenge keine Indizien fürs Schlanksein, sondern abhängig vom Körperbau. Darauf reagieren wiederum andere Instagram-User und machen sich unter anderem mit #boobsoverbellybuttons darüber lustig. Das ist gut so, aber auch hier sollte auf die Wortwahl geachtet werden. Denn „Body Shaming“ betrifft nicht nur Menschen, die etwas rundlicher sind.

3. #bodypositivity betrifft nicht nur Plus Size:

Wer mit Sätzen wie „Nur kurvige Frauen sind richtige Frauen“ um sich wirft oder schlanken Menschen vorwirft, sie würden nicht wissen, wie man richtig isst, betreibt genauso Body Shaming wie diejenigen, die dicke Menschen als hässlich bezeichnen. Beim #bodypositivity-Movement geht es nicht nur darum, dass die Gesellschaft dicke Menschen akzeptiert, sondern alle Menschen und deren Körper. Gerade der Modeindustrie fehlt es noch an Vielfalt. Zwar ist ein Anfang damit gemacht, dass nun auch Plus-Size-Models gebucht werden, trotzdem braucht es mehr als ein paar kurvige Models, um die Vielfalt der Schönheit zu repräsentieren. Das Model Diana Veras ist der Meinung, dass „nicht nur Models unterschiedlicher Körpertypen, sondern auch unterschiedlichen Alters, Leute mit Behinderungen und mehr Leute mit anderer Hautfarbe“ in der Modebranche präsent sein müssten.

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Bildquelle: Flickr/ Robert Bejil unter CC BY 2.0