Diese Illustrationen feiern das Single-Dasein ab

being single woman illustrations idalia candelas

Für manche lauert der böse Februar schon wieder nicht nur wettertechnisch hinter der Tür; bald kommt er, dieser Tag, den die einen übertrieben kitschig zelebrieren, sich all den Klischees aus Schokopralinen und roter Unterwäsche hingeben, und an dem die anderen sich genauso übertrieben in ihrem Elend suhlen, sich theatralisch Ben and Jerrys reinziehen und so tun, als wäre an besagtem Tag alles ganz anders und alles ganz schlimm. Dabei ist es weder ein Zeichen für eine intakte Beziehung, wenn man sich am Valentinstag einen Nachtisch teilt, noch ein Grund zur Verzweiflung, wenn man niemanden hat, mit dem man irgendwas teilen kann.

Laut Statista sind 45 Prozent der Frauen und 54 Prozent der Männer in Deutschland Single. Davon gaben nur 16 Prozent an, mit ihrem Leben ohne Partner unzufrieden zu sein. Wir haben uns damit abgefunden, dass es nicht immer nach Plan läuft, die Traumfrau oder der Traummann nicht plötzlich vor unserer Tür steht und auch nach dem achten Tinder-Date dieses Match nicht unser Leben verändern wird. Natürlich gibt es sie, die traurigen Momente, in denen wir uns einsam fühlen und uns wünschen, da wäre jemand, mit dem man morgens Kaffee trinkt und guten Sex haben kann, wann immer man will.

 

„Nicht isoliert, sondern bestens integriert ist der Single von heute“

 

Aber die Generation Y hat sich gut eingerichtet in ihrem Leben der Unverbindlichkeiten, hat die neue Art der Einsamkeit akzeptiert: „Diese neue Einsamkeit hat nichts von der alten, der klassischen Einsamkeit. Nicht isoliert, sondern bestens integriert ist der Single von heute. Als Verkörperung einer vernetzten Gegenwart scheinen für ihn Alleinsein und sozialer Erfolg keine Ambivalenz mehr zu bilden. Nicht auf die eine, bessere Hälfte abgestimmt, sondern tortendiagrammartig ist sein Beziehungsleben gestaltet, vom besten Freund über den immer erreichbaren Kollegen bis zum Whats-App-Dauerflirt ist jeder Posten fest besetzt“, schreibt die Autorin Nina Pauer für Die Zeit.

Mit dieser postmodernen Einsamkeit setzt sich auch die mexikanische Illustratorin Idalia Candelas in ihren Werken auseinander. Im Fokus ist die junge Frau in alltäglichen Situationen: „The theme of loneliness has been recurrent in my drawings, to create stories with lonely characters in everyday situations and urban settings and to get people to relate to them“, sagt die Künstlerin gegenüber the creators project. Einsam seien wir alle, manche kommen damit klar, andere haben Angst davor: „I like to think of all the possible angles around this issue. Even when people try to avoid solitude—out of fear—it is increasingly common in our society. Let’s blame postmodernism.“

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