Into the Wild: Die wahren Beweggründe von Chris McCandless

Into The Wild Buch

Die Geschichte des 22-jährigen Chris McCandless, ein Student aus wohlhabender Familie, der es vorgezogen hat in die Wildnis auszusteigen, hat vor allem unsere Generation geprägt. Spätestens mit dem Film „Into the Wild“ von Sean Penn hat die Geschichte, die vor gut 23 Jahren passierte, eine erstaunliche Bekanntheit erlangt und viele Menschen motiviert, umzudenken. Viele pilgerten den Weg in die Wildnis nach, einige kamen sogar selbst ums Leben. Der junge Abenteurer ging in die Wildnis sagte sich von seinem gesamten Besitz los und spendete zudem sein Vermögen von 24.000$ der Hilfsorganisation Oxfam. Chris, der sich selbst „Alexander Supertramp“ nannte, starb mit 24 Jahren in Alaska, aufgrund einer Vergiftung und mangelnden Nahrungsmitteln, nachdem er wochenlang in einem zurückgelassenen Bus ausharren musste.

 

Die wahren Beweggründe für den Ausstieg

 

Doch seine Schwester Carine veröffentlichte nun ein Buch mit Details, die wohl die wahren Beweggründe für Chris McCandless Ausstieg in die Wildnis beschreiben. Mehr als zwei Jahrzehnte nachdem die Story von Chris zum ersten Mal von Jon Krakauer in einem Artikel für das Outside Magazin veröffentlicht wurde, werden nun neue Erkenntnisse im Fall Chris vorgelegt. Das Buch von Chris‘ Schwester erzählt von Gewalt und Misshandlungen im Haushalt der McCandless: „Es war nicht nur die Liebe zur Natur, die Chris zum Aussteigen brachte, sondern auch dieses Gefühl, dass er sich von seiner Vergangenheit lösen muss.“, erzählte Carine in einem Interview mit CBC.

 

„Er hat viele Leute inspiriert“

 

Immer wenn Chris die Türen knallen und laute Schreie gehört hat, und somit Ärger für die Kinder drohte, packte er seine Schwester und ging mit ihr nach draußen in die Wildnis. Ihr Vater war alkoholsüchtig, vor allem Gin trank er oft, erzählt Carine. Seine Alkoholsucht hat er dann vor allem an Chris ausgelassen. Dabei war Chris vermutlich der Grund, wieso ihre Eltern überhaupt zusammengeblieben sind.

Als ihr Bruder Chris gestorben ist, war Carine 21 und blieb vorerst still, denn sie wollte die Familie schützen. Doch mittlerweile denkt Carine, sie hätte ihren Bruder damit einen Bärendienst erwiesen, da sie die Misshandlung durch den Familienvater geheim gehalten hat. Nach all den Jahren hat sie verstanden, wie wichtig vielen die Geschichte ihres Bruders ist, vor allem, wie viele Leute es inspiriert hat. Das hat sie dazu bewegt, nun alle möglichen Beweggründe für das Aussteigen von Chris McCandless offen zu legen, damit niemand im Ungewissen bleibt.

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Bildquelle: YouTube-Screenshot/Paramount Movies