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Ist das normal: So sprichst du über Sex wie du ihn willst

Sex wird schöner, wenn du weißt, was dir gefällt. Ein kleiner Guide, wie du am besten drüber sprichst.

Von Melanie Büttner und Sven Stockrahm, Autoren von „Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst“ 


Zu viel reden macht die Stimmung kaputt und nervt? Mitnichten, es ist eher umgekehrt: Wer anspricht, worauf er oder sie steht, hat oft den besseren Sex. 

Das sagen wir, die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und die Wissenschaftsjournalisten Alina Schadwinkel und Sven Stockrahm. Alles zu glücklichem Sex gibt es in unserem Buch “Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst”. Triff uns auch beim kostenlosen ZEITjUNG Online-Lese-Event via Zoom am 24.06. um 19 Uhr. Wenn du dabei sein willst, schick uns eine Mail mit Betreff “Lesung” an kontakt@istdasnormal.net.

 



Und hier nun ein kleiner Guide, wie du am besten mit deinem Partner oder deiner Partnerin ins Gespräch kommst:

1. Fang langsam an und achte auf deine Wortwahl

Es sollte freundlich und taktvoll zugehen, wenn du das Thema ansprichst. Mit welchen Worten fühlst du dich wohl, wenn es um eure Körperteile geht und das, was ihr damit tut? Womit dein Gegenüber?

2. Sag klar, worum es dir geht

Sprich nicht um den heißen Brei herum. “Ich möchte, dass es wieder aufregender zwischen uns wird” ist vielleicht ein Anfang, sagt aber wenig darüber, was du dir konkret wünschst. Etwa, wo du berührt werden möchtest und wie. Dass du es langsamer, sanfter oder im Gegenteil etwas fester brauchst. Oder dass dir Augenkontakt wichtig ist und zwischendurch mal zu lachen. Was immer dein Ding ist, nenn es beim Namen. 

3. Sprich über dich selbst

Sag, wie du die Dinge wahrnimmst, was du spürst und fühlst, aber auch, wonach du dich sehnst und worauf du Lust hättest. Absolutes No-Go: Den*die Partner*in zu belehren, wie er*sie sich anstellen und was er*sie besser lassen sollte oder am schlimmsten: Was er*sie in deinen Augen beim Sex alles falsch macht. Wenig hilfreich ist es außerdem, zu sagen, wie toll der Sex mit der*dem Ex gewesen ist. Oder der Hinweis, was alle anderen angeblich gerade so machen: “Analsex ist super, sonst hätten ihn nicht so viele” oder “Andere kommen auch nicht so schnell” oder “Das was du da machst, ist schon ein bisschen komisch”. All das verletzt und macht Druck. Schlimmer noch sind Schuldzuweisungen: “Du gibst dir keine Mühe”, “Deine Moves sind echt langweilig” oder “Du denkst nur an dich”. Bei sowas verliert der andere schnell die Lust auf Sex und macht dicht. 

4. Sagt euch, was ihr super aneinander findet

Was kann motivieren, Dinge zu verändern? Auf das zu schauen, was schon gut ist und gemeinsam zu versuchen, es noch besser zu machen. Sprich mit deinem*deiner Liebsten darüber, was dir an eurem Sex gefällt, welche Berührung, welche Moves, welche Atmosphäre du magst. Wenn sich dein Gegenüber geschätzt fühlt, wird er*sie sich leichter dafür gewinnen lassen, euer Sexleben noch schöner zu machen.

5. Frag nach, was dem*der Partner*in gefällt

Fühlt sich dein Gegenüber von dir wahrgenommen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er*sie sich auch mit deinen Wünschen auseinandersetzt. Frag nach und mach Vorschläge: “Kann ich etwas anders machen?”, “Wie wäre es für dich, wenn ich …” oder “Gibt es etwas, das du dir wünschst?”

6. Stell keine Forderungen

Etwas zu verlangen führt meist nicht zum Ziel. Äußere Wünsche als Bitte, so lässt du dem anderen eine Wahl, ob er oder sie zu deinem Vorschlag Ja oder Nein sagen will. Versuch es mit Formulierungen wie: “Ich würde es schön finden, wenn …”, “Wäre es möglich, dass du …” oder auch “Könnten wir das mal ausprobieren?”



Diese Tipps sind nur ein erster Schritt. Mehr dazu, wie du mit deinem Sex glücklich werden kannst, findest du in unserem Buch “Ist das normal? Sprechen wir über Sex, wie du ihn willst”





Die Ärztin und Sexualtherapeutin Melanie Büttner und der Wissenschaftsjournalist Sven Stockrahm machen für ZEIT ONLINE auch den Sexpodcast “Ist das normal?”, den sie zusammen mit ihrer ehemaligen Mitpodcasterin Alina Schadwinkel erfunden haben. Zu hören überall, wo es Podcasts gibt. 




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Bildquelle: Unsplash; unter CC0-Lizenz

Fotos: Achim Frank Schmidt

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