Was ist dran am Hype um legale Mischungen?

Legale-Mischungen-Substanzen-Drogen

Zunächst fragt man sich natürlich, was legale Drogen sind? Die erlaubten Substanzen sind einerseits nicht verboten und nutzen andererseits den rechtsfreien Raum aus. Einen wahren Hype haben hierzulande Kräutermischungen, besser bekannt als Räuchermischungen und Badesalze, ausgelöst. Viele Benutzer sehen diese Stoffe im gleichen Zusammenhang wie Alkohol und Tabak.
 

Entspannt chillen mit Partypillen

 

Bei einer Party entspannt chillen gelingt mit Partypillen natürlich besser. Die meisten Produkte ähneln zwar illegalen Drogen, sind aber legal erhältlich. Dennoch ist beim Gebrauch Vorsicht geboten, denn nicht Jeder verträgt die Mittel. Bei manchen Nutzern haben die Produkte bereits schwerwiegende Nebenwirkungen ausgelöst. Da sollte man es besser langsam angehen lassen und erstmal mit einer kleinen Dosis ausprobieren, ob das Mittel wirklich hält, was es verspricht. Der Vorteil bei der Verwendung der Legal Highs liegt darin, dass sich der Benutzer dabei nicht strafbar macht. Die Wirkung fällt allerdings sehr unterschiedlich aus und lässt sich in zwei Kategorien einteilen. Badesalze und Partypillen sind sogenannte Upper und machen aktiv und wach. Die Mittel steigern das Selbstvertrauen und sorgen dafür, dass kein Hungergefühl entsteht. Das ist bei einer Disco-Party natürlich praktisch, denn man ist vor allem zum Tanzen und Spaß haben gekommen und nicht, um zu essen.
 

Räuchermischungen mit abenteuerlichen Namen

 

Die Räuchermischungen und Trips fungieren als Downer und machen nach der Einnahme schläfrig. Die Produkte haben eine beruhigende Wirkung und verändern die geistige und körperliche Wahrnehmung. Der Effekt ist ähnlich wie beim Konsum von Cannabis. Wer noch keine Erfahrung mit den Legal Highs gemacht hat, sollte diese Produkte besser nicht allein konsumieren. Auf legale Drogen verzichten muss jeder, der unter Asthma oder Allergien leidet, denn diese Mittel sind dann nicht geeignet.

Verkauft werden die Produkte unter teilweise abenteuerlichen Namen. Die bunten Tütchen sind mit Rocket, Boom oder Welcome Vegas beschriftet und regen die Fantasie der Käufer an. Legal Highs werden oft auch als Raumduft deklariert. Wer sich für das Thema interessiert, geht zur Website von www.legale-mischung.net/de. Meist werden die Mittel als Cannabis Ersatz geraucht, denn im Gegensatz zu harten Drogen, ist der Verkauf ja nicht strafbar. Deshalb ist der Genuss allerdings noch lange nicht ungefährlich.
 

Künstliche Cannabinoide mit ähnlicher Wirkung wie Cannabis

 

Denn die meisten Kräutermischungen enthalten auch künstliche Cannabinoide, die eine ähnliche Wirkweise wie Cannabis haben. Die Inhaltsstoffe werden nicht immer deklariert und schwanken außerdem von Tüte zu Tüte. Die Wirkung der legalen Drogen ist oft stärker als bei einem klassischen Joint. Drogenexperten warnen deshalb vor unkalkulierbaren Risiken, die sich für die Verwender aufgrund der ihnen unbekannten Zusammensetzung der Legal Highs ergeben. Das Nichtwissen kann im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben. Da Kräutermischungen, wie die meisten Modedrogen in Deutschland aber nicht unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, sind Gericht und Polizei die Hände gebunden. Nach dem Rauschtrinken stellt Cannabis nach wie vor die wichtigste Droge dar, gefolgt von den Legal Highs, ohne die kaum eine Party hierzulande auskommt.
 

Verantwortungsbewusst konsumieren

 

Die Hersteller von „Extreme Summer“, „Manga XXL“ oder „Fly Cherry“ profitieren von den Lücken im Gesetz. Denn verboten sind lediglich Stoffe, die im Gesetzestext ausdrücklich erwähnt werden. Dabei sind die Labore durchaus findig, wenn es darum geht, Gesetze legal zu umgehen. Die Cannabinoide werden geringfügig verändert, bis diese den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und legal verkauft werden können. Wer auf Legal Highs nicht verzichten will, sollte beim Konsum die notwendige Vorsicht walten lassen.
 

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Titelbild: Pexels/freestocks.org unter CC0 Lizenz