Ein Mann bleibt mit dem Ärmel seines Jacketts in der Tür hängen. Sein Arm reißt ab. Blut spritzt aus der Wunde. Ein anderer Mann mit einem Stapel Bücher nähert sich. Er rutscht auf dem Blut aus und fällt hin. Beide Männer lachen.

Nächstes Bild. Ein Mann spaziert durch einen Park. Ein anderer Mann schießt ihm aus einer Baumkrone heraus mit einem Gewehr in den Unterleib. Er blutet und hält sich die Wunde. Ein rosa Teddybär bietet ihm einen Tampon an. Beide lachen.

 

So viel Absurdität in sechs Bildern

 

Ja, die Comics des Spaniers Joan Cornellà lassen einen meist ratlos zurück. Was will der Künstler uns damit sagen? Das bisschen Rest-Wissen aus dem Kunstunterricht in der Schule hilft einem bei Cornellà jedenfalls nicht weiter.

In der Regel besteht ein Comic aus sechs Einzelbildern, manchmal sind es auch weniger. Sprechblasen gibt es nicht, die auftretenden Figuren sehen sich alle sehr ähnlich. Prägnantes Wiedererkennungsmerkmal ist das groteske Grinsen der Figuren – grotesk vor allem deswegen, weil Cornellà ihnen meist Grausames antut.

Bizarr, surreal, makaber und voll mit schwarzem Humor und Kritik an der Gesellschaft: Die Kunst von Joan Cornellà bleibt einem im Gedächtnis haften. Wir haben einige seiner Comics hier für Euch zusammengestellt.