ZEITjUNG

Jordy Hurdes Ectasy

Dieses Video hat unsere Einstellung zu Drogen verändert

Die beliebte Partydroge Ecstasy hat das Leben des 20-jährigen Jordy Hurdes vielleicht für immer verändert. Er erlebte einen regelrechten Horrortrip, nachdem er unwissentlich eine schlechte Ecstasypille geschluckt hatte und entkam nur knapp dem Tod. In seinem mutigen Video erklärt er, dass er womöglich in Form von spastischen Muskelzuckungen und Stottern lebenslang unter den Folgen jener Partynacht leiden könnte. „Taking party drugs (pills, pingas, googs) seems like a fun option and you don’t think anything life changing could happen to you. I myself am lucky to be alive now, I now have the possibility of a permanent stutter and twitch due to nerve or brain damage“.

Das Video des 20-jährigen Australiers hat uns deshalb berührt, sprachlos gemacht und vor allem schockiert, weil er ein Typ ist, den man selbst auf einer Party hätte treffen können. Er führt kein Junkieleben. Es ist ein Video, das nahbar und ehrlich wirkt. Immer wieder ringt der Australier in seinem emotionalen Video um Worte. „Doctors can’t believe I’m still alive. [I’m] so grateful I’m still here. It’s a waiting game at the moment to see whether I’ll have a permanent jerking like I have now — as you can see — and with my stutter I’m not sure whether it will go or get better any time soon“.

 

Wenn Drogen billiger sind als Drinks

 

Jordy will mit seinem mutigen Post vor allem eins: Aufmerksamkeit auf die Risiken von Drogen lenken. „This isn’t for sympathy … this is for awareness“. Vor allem durch die Unkenntnis der genauen Zusammensetzung ist das Risiko bei der Einnahme Amphetaminen und Ecstasy hoch, mögliche Verunreinigungen der auf dem Schwarzmarkt gekauften Drogen bergen eine Gefahr, wie die Techniker Krankenkasse berichtet. „Häufig enthalten die Tabletten auch eine Mischung aus Amphetaminen und Ecstasy. So können Dauer, Art und Intensität der Wirkung unberechenbar werden. Vor allem bei höheren Dosen können bereits unmittelbar nach der Einnahme Aggressionen, Verfolgungswahn und gegebenenfalls Halluzinationen auftreten“. In Australien sind Drogen durch die exorbitant teuren Getränkepreise eine beliebte Partyoption. Viele greifen zu Ecstasy, MDMA & Co., da sie damit die ganze Nacht vergleichsweise günstig aufgepusht bleiben können. „Guys don’t get sucked in. It all seems like fun and games and a cheap $25 pill but it’s not worth it, if I have to live like this it will be a struggle for the rest of my life“.

Praktikantin: Jenny, 22 Jahre jung und studiere derzeit Communication & Multimedia Design (also eigentlich mache ich irgendwas mit Medien) in Aachen. Da ich nun für mein Praxissemester in München bin, werde ich mich wohl an „Semmel“ und „bayrisches Bía“ -, was viel zu hell ist, gewöhnen müssen. Gell? Meiner Oma muss ich jeden Tag auf’s Neue erklären, dass ich eigentlich noch keine Ahnung habe, was ich mit meinem Studium anfangen soll. Ansonsten tendenziell zu spät, offen, facebook-los, oft sarkastisch - zu häufig falsch verstanden.

Comments
  • Tobi

    Wäre nicht passiert, wenn es die Drogen Prohibition nicht geben würde oder es zumindest Möglichkeiten zum Drug Checking geben würde.
    Vollkommene Abstinenz ist Utopie

    24/11/2015
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