Justin Trudeau erzählt öffentlich, warum er seine Mama so sehr liebt

justin trudeau anzug primeminister

In Zeiten, in denen Donald Trump täglich mit fragwürdigen Äußerungen um sich wirft, ist es immer gut zu wissen, dass auf der anderen Seite von Nordamerika eine Art Gegenentwurf zum autokratischen Milliardär das Nachbarland Kanada regiert: Die Rede ist hier natürlich von Justin Trudeau – der kanadische Premier begeistert einfach alle Herzen, männlich wie weiblich. Vor allem seine Reaktion auf den Einreisestopp gegen sieben muslimische Länder in den USA hat ihm weltweit höchsten Respekt verschafft. Und jetzt hat sich der sympathische Regierungschef auch bei den Damen nochmals ausgesprochen beliebt gemacht.

 

Mama ist die Beste!

 

Gestern fand in New York das jährliche Treffen von Women in the World statt, eine Organisation, die sich nachhaltig für Frauenrechte einsetzt. Justin Trudeau nahm an dieser Veranstaltung ebenfalls teil und nutzte die Bühne am Anfang vor allem, um seiner Mutter nochmal klar zu sagen: Ich liebe dich! Ohne dich wäre ich heute nicht so weit gekommen! Er offenbarte auch, dass seine Mutter Margaret ihm ganz viel Kraft gegeben hat in seinem Leben, obwohl sie selbst an einer bipolaren Störung leidet. Zu diesem Anlass brachte Margaret Trudeau auch ihr Buch Changing My Mind heraus, um über die psychische Krankheit zu schreiben. Mit diesem Werk, sagt Justin Trudeau, ist er nochmals besonders stolz auf seine Mutter. Eine richtig starke Aussage von einem wahren Gentleman!

 

Trudeau und Feminismus

 

Aber das war noch längst nicht alles: Auf dem Kongress gab der Politiker aus Kanada auch Einblick in seinen Beschluss, ein ausgeglichenes Kabinett auf die Beine zu stellen. In seiner Regierung gibt es nämlich kein dominierendes Geschlecht, Frauen und Männer sind mit jeweils 50 Prozent gleichauf. Dabei kam er unter anderem darauf zu sprechen, dass es heutzutage immer noch schwer sei, Frauen in führende politische Positionen zu bringen: “Wenn du einen Mann fragst: ‘Willst du dieses Amt übernehmen’, dann lautet seine Gegenfrage ‘Wann kann ich anfangen?’. Wenn du dagegen eine Frau danach fragst, dann lautet ihre Gegenfrage ‘Wirklich? Bist du dir da sicher, dass ich gut genug dafür bin?’ “.

Genau das wollte Justin Trudeau aufgreifen, um ein Zeichen gegen die weiblichen Selbstzweifel zu setzen. “Es war wichtig, dass wir dann den Frauen mit Nachdruck gesagt haben: Ja, wir brauchen euch im Kabinett! Wir haben viel Arbeit da reingesteckt, um genug hervorragende weibliche Amtsträgerinnen zu gewinnen, damit wir ein ausgeglichenes Kabinett hatten.” Beeindruckend ist vor allem die Art und Weise, mit der Justin Trudeau sein Vorhaben erklärt hat: Mit 100 prozentiger Überzeugung und der klaren Botschaft, mehr Frauen in Führungspositionen einzusetzen. Der kanadische Premier, ein Kämpfer für die Rechte der Frauen – geiler Typ!

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Titelbild: John McCallum unter CC BY-ND 2.0 Lizenz

Praktikant: Eine schicksalshafte Begegnung ... nein, Quatsch, lassen wir das! Im beschaulichen Augsburg bin ich zum Studieren gelandet, um mich meiner Vorliebe für die französische und italienische Sprache zu widmen. Nebenbei war ich lange bei Kanal C, Augsburgs jungem Radio aktiv - meine ersten zarten Versuche im Journalismus. Bei ZEITjUNG bin ich schon sehr gespannt, einen Einblick in die Welt des Online-Journalismus zu erhalten. Ach ja, zu mir noch: fußballinteressiert, höre gerne Rock und Metal (Indie ist aber auch 1 nices Genre!) und bin gerne mal auf Festivals zu finden.