Kevin Spaceys neuer Film ist wahrscheinlich der größte Flop des Jahres

Kevin Spacey Film Flop

Kevin Spaceys erster und vermutlich auch letzter Film nach dem Lautwerden der Missbrauchsvorwürfe ist rekordverdächtig gefloppt. Ganze 126$ spielte „Billionaire Boys Club“ am Tag seiner Premiere ein. Das liege vor allem an Spacey selber, der sich mit seiner angeblich langjährigen Missbrauchshistorie selber aus der Unterhaltungsindustrie katapultiert hat.

 

Zehn Zuschauer am ersten Tag

 

Lediglich zehn Kinos zeigten „Billionaire Boys Club“, als dieser am 17. August seine Premiere in den USA feierte. Trotz weiterer bekannter Schauspieler wie Taron Egerton, Ansel Elgort und Emma Roberts sahen sich nur etwa zehn Menschen den Film an, der Anfang 2016 und somit vor den ersten Anschuldigungen gegen Spacey gedreht wurde. Laut Spiegel hatte die Filmvertriebsfirma Vertical Entertainment sich dieses Jahr entschieden, den Film doch zu veröffentlichen, da Spacey nur eine kleine Nebenrolle spiele. Indessen hoffe man, dass die Missbrauchsvorwürfe gegen den Schauspieler die Rezeption des Filmes nicht beeinträchtigen würden. Das dürfte jetzt wohl gehörig nach hinten losgegangen sein. Für den einst so erfolgsverwöhnten Oscar-Preisträger Spacey markiert dieser Mega-Flop wohl die finale Endhaltestelle in seiner Karriere. Aber was war eigentlich genau passiert?

 

Die Causa Spacey

 

Im Oktober 2017 wurden im Rahmen der Harvey Weinstein Debatte auch Anschuldigungen gegen Kevin Spacey getätigt. So soll er unter anderem im Jahre 1986 den damals 14-jährigen Anthony Rapp auf einer Party sexuell belästigt haben. In einem Statement dazu entschuldigte sich Spacey für seine Vergehen und outete sich gleichzeitig als homosexuell. Dieser Missbrauchsvorwurf stellte aber nur die Spitze des Eisberges dar, da sich in Folge dessen zahlreiche weitere Schauspieler meldeten und von sexuellen Übergriffen durch Spacey berichteten. Schließlich kündigte der Streamingdienst Netflix die Kooperation mit dem Schauspieler, woraufhin dieser aus diversen Produktionen, zum Beispiel der Serie „House of Cards“ oder dem Film „Alles Geld der Welt“, gestrichen wurde.

 

Schlechte Rezensionen

 

Der „Billionaire Boys Club“ ist wahrscheinlich auch die letzte Produktion, in der Spacey jemals mitgespielt haben wird. Dass diese so ein gigantischer Flop ist, scheint auf Grund seiner Missbrauchshistorie nicht verwunderlich. Allerdings hat der Streifen, der bereits im Juli als Video on Demand erschienen ist, auch ohne Spaceys Beitun relativ schlechte Kritiken bekommen. Die Rezensionsseite Rotten Tomatoes gibt dem Film beispielsweise unterdurchschnittliche 4 von 10 Punkten. So sei der Streifen voll mit „platzenden Kragen, idiotischen Typen und abgetragener Psychologie„. Und laut Rotten Tomatoes sind sich auch die Zuschauer einig: „Billionaire Boys Club wäre auch gefloppt, wenn Kevins Spaceys Karriere nicht krachen gegangen wäre.“

 

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Bildquelle: Richardc39 via Wikimedia unter CC by-SA 3.0