Instagram: Dieser Künstler näht wundervolle Portraits – auf seine Hand!

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Während andere Leute Fotos von geliebten Menschen, deren Präsenz das eigene Leben geprägt haben und immer noch prägen, aufbewahren, findet der spanische Performance-Künstler, Maler und Fotograf David Catá einen anderen, ganz eigenen Weg, um Erinnerungen festzuhalten. Er verwendet seine Haut als Leinwand. Was im ersten Augenblick völlig absurd klingt, hat für ihn einen ernsten Hintergrund.

Liebe und Schmerz, Erinnern und Vergessen, Bindung und Verlust

All diese Gegensätze thematisiert David in seiner Kunst. Es scheint einen persönlicher Kampf gegen das Vergessen zu führen. Ein Kampf, um Erinnerungen festzuhalten. Sie wortwörtlich zu „spüren“. Jede Person, Orte und auch Gegenstände, wie zum Beispiel ein Haus, haben David’s Leben geformt und eine Spur hinterlassen. Eine Spur, die irgendwann zu verwehen droht, die einfach nicht mehr sichtbar ist.

Wir konnten bei seinen Bildern nicht hin – aber auch nicht wegsehen. Gibt es nicht bei jedem von uns etwas im Leben, dass wir am liebsten an uns befestigen würden, aus Angst, es könnte irgendwann nicht mehr da sein?

Nach zwei halbherzigen Semestern an der Uni war ich durch mit dem Thema Sozialwissenschaften. Die gute alte „Selbstfindung“ musste auch von mir in Angriff genommen werden. Vier Monate Arbeitsleben pur in Österreich und nochmal vier Monate Reisen in Südostasien später, fand ich meine tiefe Liebe für das Schreiben. Und sonst so? Ich bin auch noch unfassbar gut darin, teure Dinge zu verlieren, gerate oft unnötigerweise in Zeitnot und bin ein Profi im Analysieren. Wenn ich euch nicht gerade mit meinen Artikeln beglücke, bin ich in den Bergen, fange neue Perspektiven ein, reise durch die Welt oder verhelfe anderen Menschen zu ihren Reisen in ferne Länder. Oder aber ich tänzle mit einem verdammt guten Glas Rotwein durch die Küche, den Duft eines weltklasse Risottos in der Nase. Alles, bloß keine Monotonie.