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New year, new me? So kannst du dieses Jahr wirklich etwas verändern

Die Neujahrsvorsätze haben wir nach dem 2. Januar schon wieder komplett verdrängt. Doch wie schafft man es tatsächlich frisch ins neue Jahr zu starten?

Pünktlich nach Silvester ist das Internet wieder so voll mit den üblichen „New year, new me“ – Mantras. Zehn Minuten vor Mitternacht hat man noch schnell euphorisch eine Liste mit zehn Vorsätzen erstellt (Punkt 8: Jeden Morgen joggen gehen), von denen man die Hälfte ein paar Tage später schon wieder vergessen oder verdrängt hat. Doch wie schafft man es, tatsächlich frisch ins neue Jahr zu starten und zumindest für ein bisschen mehr Klarheit im Leben zu sorgen?

 

Chaos in der Wohnung – Chaos im Kopf

 

Veränderungen passieren nicht von heute auf morgen und auf pure Willenskraft ist meist auch nicht Verlass. Um wirklich eine neues Ich zu werden, musst du Ballast abwerfen, dein Leben entrümpeln und Platz für Neues schaffen. Doch wo genau soll man damit beginnen?

Am besten an dem Ort, an dem man einen Großteil seiner Zeit verbringt – Der Wohnung! Wie soll man plötzlich ein neuer Mensch sein, wenn man sich mit Dingen aus der Vergangenheit umgibt, die einen davon abhalten, loszulassen und klar zu denken? In jeder vollgestopften Schublade warten stapelweise Ordner aus den ersten Uni-Semestern, geöffnete Briefumschläge und lose Zettel auf einen. Die Vorstellung, in diesem Chaos das eine Dokument finden zu müssen, das wir wirklich brauchen, treibt uns Schweißperlen auf die Stirn. Wir schieben die Suchaktion vor uns hin und haben ein schlechtes Gewissen. Aus dem Joggen ist heute auch wieder nichts geworden.

 

Wo habe ich das bloß hingelegt?

 

Noch schlimmer sieht es unter dem Bett aus, dort erwarten uns Relikte aus der Kindheit, Kleidungsstücke, die wir zum letzten mal mit 12 getragen haben, und eine fünf Zentimeter dicke Staubschicht. Zwischen diesen Sachen versteckt sich auch ein Jahresbedarf an Kugelschreibern. Da die Suche nach ihnen jedoch aussichtslos erscheint, kaufen wir beim nächsten Gang zum Schreibwarengeschäft lieber ein neues Pack. Um auf Nummer Sicher zu gehen, lassen wir auch auf jedem Event eine Hand voll Give-Aways mitgehen. Nach einer Woche haben die sich allerdings wieder in Luft aufgelöst, nur noch ein Kuli ist übrig und wird für die nächsten drei Monate unser stetiger Begleiter sein. Doch irgendwann ist leider jeder Kugelschreiber leer und von den WG-Mitbewohnern ist keine Hilfe zu erwarten, bei ihnen im Zimmer sieht es schließlich ähnlich aus.

Kurzum: Nichts hat seinen Platz, alles ist irgendwo und auch wenn wir uns einreden, dass das Genie das Chaos überblickt, haben wir doch eigentlich schon längst vor ihm kapituliert. Das Chaos hat nicht nur unser Zimmer eingenommen, sondern sich auch Einzug in unser ganzes Leben verschafft. Wir können uns schlecht entscheiden und konzentrieren, nachts schaffen wir es nicht einzuschlafen, weil uns so viel im Kopf herumschwirrt. Klar, die Ursachen dafür sind vielseitig. Und doch schläft es sich besser, wenn man weiß, wo genau die Gehaltsabrechnungen für die Lohnsteuererklärung liegen.

 

Putzwahn statt Lernmarathon

 

Aufgeräumt wird erst in Extremsituationen, sprich: die Eltern haben einen Besuch angekündigt, man erwartet ein Date oder eine Prüfung steht an. Statt zu lernen haben wir plötzlich das dringliche Bedürfnis, seinen Kleiderschrank auszumisten und den Schreibtisch zu organisieren. Schließlich kann man ja “so nicht arbeiten”. Ist der Tisch dann von Papierstapeln und Snickers-Verpackungen befreit, haben wir endlich einen freien Kopf und können lernen. Nach der Prüfung dauert es allerdings meist nicht lange, bis es wieder genauso wie vorher aussieht. Doch wie sorgt man für langfristige Ordnung?

 

Erster Schritt: Ausmisten!

 

Es ist Zeit alles wegzuschmeißen oder wegzugeben, was man nicht mehr braucht. Dazu gehören auch Fehlkäufe bei denen wir uns eingestehen müssen, dass ihr Moment nie kommen wird! Genauso in die Tüte gehören kitschige Deko-Gegenstände, die sich über die Jahre angesammelt haben und eigentlich gar nicht mehr unserem Stil entsprechen.

Wenn man es nicht gleich übers Herz bringt, sich von Dingen zu trennen, kann man zunächst auch das 3-Stapel System anwenden. Auf den ersten Stapel kommt alles, was definitiv weg kann. Stapel zwei ist den Sachen vorbehalten, bei denen man sich noch nicht sicher sind. Dazu könnte zum Beispiel das schlichte Shirt aus dem Sale letztes Jahr gehören. Vielleicht hatten wir seine Existenz einfach nur vergessen und merken nun, dass es zu so gut wie allem passt! Sollte dies der Fall sein, darf das Shirt nach ein paar Wochen auf den dritten Stapel wandern. Falls es bloß weiter Staub fängt – ab zum Flohmarkt damit! Stapel Nummer 3 sollte möglichst klein gehalten werden und nur Dinge beinhalten, die man unbedingt braucht oder einen hohen sentimentalen Wert haben.

Am Ende des ersten Schrittes sollte nur noch der dritte Stapel übrig sein, erst dann macht es Sinn, zum nächsten Schritt überzugehen.

 

Gebt den Dingen ein Zuhause

 

Fast geschafft! Unser Zimmer ist plötzlich ungewohnt leer, aber es fühlt sich gut an. Etwas chaotisch ist es trotzdem noch, weil die Dinge, die übrig geblieben sind, noch kein Zuhause bekommen haben. Jetzt ist es an der Zeit, das zu ändern! Man sollte sich einen (!) Platz für jede Sache überlegen, damit man beim nächsten Mal nicht lange überlegen muss, wo man es findet. Ein logisches System ist hier ratsam, damit wir später nicht im Badezimmer nach Batterien suchen.

Am Ende sollten alle Kulis am gleichen Ort zu finden sein und ihren Weg auch wieder dahin zurück finden! Das wird am Anfang einige Disziplin erfordern, aber sobald wir uns daran gewöhnt haben, merken wir, wie viel einfacher das häusliche Leben plötzlich ist! Plötzlich haben wir keine Angst mehr, den Schrank zu öffnen und dabei unter einer Lawine von Klamotten begraben zu werden. Ist Eile angesagt, findet man sofort ein schlichtes Outfit im minimalistischen, aber gut sortierten Kleiderschrank, und muss nicht wie sonst im Wäschekorb wühlen.

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