Barcelona

Barcelona gehört zu den angesagtesten Reisezielen Europas. Mit etwas Glück kommt man mit Germanwings, airberlin, easyJet und Vueling für 50 Euro hin und zurück, und mal ganz ehrlich, bei einer durchschnittlichen Flugdauer von 2 Stunden kann man auf den Luxus der teuren Airlines verzichten. Das einzige Problem: Ganz so günstig ist Barcelona leider nicht. Mit ein paar Tricks kannst du aber ein bisschen mehr aus deinem Urlaubsbudget herausholen.

 

Vor Mitternacht ist in den Clubs nichts los

 

Direkt am Flughafen gleich mal die WLAN-Karte der Stadt einpacken, in Barcelona überlebt man auch ohne mobiles Internet. An so gut wie jedem Tourihotspot findet man kostenfreies WLAN. Sogar am Strand! Neben krebsroten Engländern kann man hier locker einen Tag verbringen und Selfies posten, ohne einen Cent auszugeben. Nach dem anstrengenden Tag am Meer geht’s zurück ins Hotel, aber lass dir Zeit beim Fertigmachen: Vor Mitternacht geht in den Clubs eh nichts. Wer abends die Rambla runter läuft, wird mit Sicherheit von den Angestellten der Clubs angesprochen und mit freiem Eintritt und Shots gelockt. Einen Versuch ist es wert. Gegen 1 Uhr nachts sollte man sich für einen Club entscheiden, dann werden die Tanzflächen rappelvoll. Alkohol darf im Supermarkt oder Späti auch nur bis 23 Uhr verkauft werden, danach werden Straßenverkäufer versuchen, dir überteuertes Dosenbier anzudrehen. Offiziell ist das Trinken von Alkohol an öffentlichen Orten gar nicht erlaubt, also lieber vorsichtig sein.

 

Gaudí, der gefühlt einzige Architekt in Barcelona

 

Tourimeile schlechthin ist die Passeig de Gràcia. Dort stehen gleich zwei Gebäude, die von Gaudí entworfen wurden: Die Casa Milà und Casa Batlló. 1877 wurde die Casa Batlló von Antoni Gaudí errichtet. Beeindruckend ist das Gebäude definitiv, aber auch teuer. Gaudí für weniger Geld gibt’s im Palau Güell, nur 20 Minuten Fußweg entfernt von der Casa Batlló. Das Stadthaus wurde zwischen 1886 und 1890 gebaut. Das Gebäude ist seit seiner Restaurierung in 2011 wieder öffentlich zugänglich. Es ist weniger verspielt als das Casa Battló, trotzdem einzigartig und beeindruckend. Geprägt von den Anfängen von Gaudís außergewöhnlichem Stil zeigt es eine Mischung aus Gotik, islamischer Kunst und Jugendstil. Das Beste an dem Ganzen: Der Eintritt kostet nur 12 Euro. Mit etwas Glück kann man sonntags auch eine der Freikarte ergattern, die das Museum an diesen Tag ausgibt, bis alle verfügbaren Karten verteilt wurden.

 

What’s free in Barcelona?

 

Wer ins Museum will, sollte das am ersten Sonntag des Monats machen, da ist der Eintritt für viele Museen frei. Sehenswert sind zum Beispiel das Museu Etnològic und das Museu Nacional d’Art de Catalunya. Einige Museen haben außerdem jeden Sonntag ab 15 Uhr freien Eintritt, darunter das Geschichtsmuseum von Barcelona und der Palast Reial de Pedralbes. Generell lohnt es sich auch für andere Attraktionen, die Webseiten zu durchforsten, um rauszufinden, ob ein Museum sonntags freien Eintritt hat.

Wenn du die Zeit lieber draußen an der Sonne verbringen möchtest, kannst du zum Beispiel in Hafennähe auf den 173 Meter hohen Berg Montjuïc und auf ihm das Castell de Montjuïc besuchen. Von hier aus hat man eine wunderbare Aussicht auf die Stadt und den Hafen. Oder du gehst gemütlich im gotischen Viertel Barri Gotic oder in Gràcia spazieren. In Gràcia befindet sich auch der Park Güell. Hier wurde leider vor ein paar Jahren Eintritt eingeführt, doch nur für die Monumental Zone. Der äußere Teil der Parkanlage kann immer noch umsonst besucht werden. Vom Park kannst du dir den Sonnenuntergang über den Dächern der Stadt angucken. In der Nähe von Gràcia ist auch die Sagrada Família, wem die 15 Euro Eintritt zu teuer sind, kann das Gebäude auch von außen bewundern. Der Herbst in Deutschland ist genau der richtige Zeitpunkt, sich ein günstiges Hotel in Barcelona zu suchen und einen zweiten Sommer in Katalonien zu genießen.

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Bildquelle: Moyan Brenn by CC