Zwei Jungs sahnen Tinder-Matches mit IKEA-Profilbildern ab

IKEA Tinder Profilbild

Sieben Sekunden. Nur 1-2-3-4-5-6-7 winzige Mini-Sekündchen hat man, um einen ersten guten/schlechten Eindruck zu hinterlassen. Das entspricht circa der Zeit, die du für das Lesen bis hierher benötigt hast. Im Online-Dating gibt es aber, anders als im Real Life, keine sieben Sekunden um jemanden zu beeindrucken. Nein, bei der Tinder-App sind es vielleicht eine, zwei oder drei Sekunden. Wenn du Glück hast.

Wie kriegst du also ein paar Sekündchen mehr und bestenfalls einen der begehrten Wische nach rechts? Mit dem ultimativen, krassesten und geilsten Foto, bei dem du dich ins beste Licht rückst. So ungefähr jedenfalls. Das wissen auch Kevin Rouston und seine Jungs, die im Tinder-Kampf um Aufmerksamkeit, den Wisch nach rechts und einem Oh, baby!-Match, eine ganz neue Erfolgsidee hatten. IKEA–Profilbilder! Im süßen Land der schwedischen Einrichtung, zwischen BILLY, PAX und TOLERANT – kein Scherz, so heißt tatsächlich eine WOK-Pfanne bei IKEA -, sieht man unter der perfekten Einkaufsbeleuchtung doch gleich richtig gut und stilvoll aus. Ihren Tinder-Account wollten die Scherzkekse mithilfe eines epischen IKEA feat. Tinder-Fotoshoots, mehr Glanz verleihen.

 

Erfolg garantiert

 

Wie kommt man auf so etwas? Die perfekt eingerichtete Möbellandschaft hatte Roustons Kumpel Theary Orn, der in der Vergangenheit wohl kein so gutes Glück mit der App hatte, inspiriert. „Theary had complained in the past about not having much success getting Tinder matches but if you look at his profile one could see his photos were either outdated or poor quality”, berichtet sein Kumpel Kevin.

Im IKEA-Wahnsinn bestehend aus unfassbar gestressten Menschen, einem wahrhaftigen Möbellabyrinth und mit Lichtgeschwindigkeit vorbeirasenden Einkaufswagen-Formel1-Fahrern, haben die Jungs mit Erfolg ihr Bestes gegeben, um die Mädels durch Witz und mit einem Funken Ironie zu beeindrucken. Mit passenden Beschreibungen wie „Because real men cook“ oder „Girls like guys who internet right?“ unter dem jeweiligen Foto. Als die perfekt beleuchteten Selbstbilder fertig waren, hat Rouston sie auf Reddit hochgeladen, angeblich mit massig Erfolg. Sie erhielten nicht nur Hunderttauschende Views, sondern auch tagelang Anfragen für potenzielle Dates, kein Tinder-Match nötig.

Hut ab, gar nicht mal so schlecht Jungs. IKEA schafft es wohl echt alles und jeden zu verkaufen. Aber ihr hättet euch schon mal die Mühe machen können, die Preisschilder besser zu verstecken!

Praktikantin: Jenny, 22 Jahre jung und studiere derzeit Communication & Multimedia Design (also eigentlich mache ich irgendwas mit Medien) in Aachen. Da ich nun für mein Praxissemester in München bin, werde ich mich wohl an „Semmel“ und „bayrisches Bía“ -, was viel zu hell ist, gewöhnen müssen. Gell? Meiner Oma muss ich jeden Tag auf’s Neue erklären, dass ich eigentlich noch keine Ahnung habe, was ich mit meinem Studium anfangen soll. Ansonsten tendenziell zu spät, offen, facebook-los, oft sarkastisch - zu häufig falsch verstanden.