Gut für den Planeten, gut für die Moneten: 5 grüne und günstige Nahrungsmittel

Produkte aus ökologischer Herstellung sind meistens teurer als ihre unter fragwürdigen Bedingungen hergestellten Konkurrenten. Doch welche Lebensmittel sind denn nun nicht nur gesund und günstig, sondern auch planet-Erde-gerecht? Wir stellen euch fünf super unbedenkliche Nahrungsmittel vor.

Hafer

Jap, der Hafer-Hipster-Hype ist mehr als berechtigt. Ist aber noch nie ein Geheimnis gewesen. Schon unsere Großeltern wussten, dass Haferschleim schnell und idiotensicher gekocht ist, dass er satt macht, gesund ist und vor der Haustür wächst. Heute hat man sich halt ein paar nicere Namen für Gerichte auf Basis des Getreidealleskönners einfallen lassen. Wir löffeln morgens brav unsere Over-night-oats, die mit ein paar Beeren, Zimt und Wasser die Nacht im Kühlschrank verbracht haben. Oder wir rösten die kernigen Flocken ein bisschen mit einem guten Öl an. Auch für Brotkreationen, selbstgemachte Enegerieriegel und -balls oder aber einen pflanzlichen Milchersatz ist Hafer die erste Wahl. 

Dinkel

Auch Dinkel ist ein richtiger Klassiker. Der Gute wird schon seit vielen Jahrhunderten als Kulturpflanze genutzt. Und er tut nach wie vor, was er soll: Er wächst und gedeiht – und kommt wegen seiner harten, schädlingsabweisenden Schale easy ohne Pestizide aus.
Wir feiern Dinkel, weil er super gesund, super saisonal und super bezahlbar ist. Sein Reichtum an Vitaminen, Mineralstoffen und (Achtung menstruierende Menschen!) vor allem hochwertigem Eisen stellt den Kollegen Weizen in den Schatten. Die unreife Variante nennt sich Grünkern und kann geröstet und getrocknet das ganze Jahr über gelagert und verkauft werden.

Dinkelbrot, Bratlinge und Brotaufstriche aus Dinkelmehl sind nur einige wenige Beispiele, wie du Dinkel in deinen Alltag bringst. Und satt hält er auch!

Löwenzahn

Diese Zutat ist tatsächlich umsonst erhältlich. Dafür nicht das ganze Jahr. Aber fast. Löwenzahn wächst und blüht zwischen März und Juni und kann unter Umständen eine Nachblüte bis in den Herbst hinein erleben. Pflücken lässt er sich hierzulande allerdings fast überall, wo es Wiesen und Gärten gibt. An Wegrändern sollte man ihn allerdings lieber stehen lassen, wenn stark befahrene Straßen in der Nähe sind und die Schadstoffbelastung zu hoch ist.

Bei unseren Nachbarn in Frankreich steht Löwenzahn schon deutlich öfter auf der Speisekarte als hierzulande. Durch seinen herzhaft, nussigen Geschmack und seinen hohen Kalium- und Vitamin-C-Gehalt wertet er so manches Gericht auf. Er kann in Salaten und Smoothies das Aroma verstärken oder auch gegart werden. Ein echter Geheimtipp ist jedoch Honig aus Löwenzahn! Vegan und selbstgemacht, steht das Sirup aber dem Bienenhonig in Konsistenz und Geschmack in nichts nach!

Ein passendes Rezept findest du hier.

Raps

Raps hinterlässt keine Abfälle. Oder besser gesagt, die Rapsverarbeitung. Diese Nutzpflanze kann, ist sie einmal geerntet, vollkommen verwertet werden. In der Küche dient die Pflanze als hochwertiges und vielseitiges Öl, das sich auch für das Scharfanbraten in der Pfanne eignet. Zum Kochen, für Salate oder als Margarine fürs Brot. Der Rest wird weiterverwendet als biologisch abbaubare Industriestoffe, z.B. Tierfutter, Schmierstoffe und Kosmetik.

Diese Verwendung von Raps ist tatsächlich erst 50 Jahre Gang und Gäbe und bietet seither eine regionale, umweltfreundliche und nachhaltige Lösung für viele Bereiche.

Weinblätter

Wenn schon kein Urlaub im Süden dieses Jahr, dann aber Urlaub auf dem Teller. Vegetarisch gefüllte Weinblätter bringen da das richtige Ambiente und sind ein echter Gaumenschmaus vor allem mit frischem Joghurt. Weinblätter sind außerdem ein echt guter Lieferant von Vitamin B6. Das ist gut fürs Nervensystem, das Immunsystem und den Fettstoffwechsel.

Gerade jetzt ist Erntezeit und weil sie sich gut einfrieren lassen, sind sie monatelang haltbar und immer wieder verwendbar. Viele Kleingärtner*innen bauen Weinblätter an, da sie sich auch optisch sehr schön an Mauern und Vorbauten entlang ranken. Wer in einem Weinbaugebiet wohnt, kann auch direkt bei Landwirt*innen anfragen.
Bei Weinblättern aus dem Supermarkt lohnt allerdings ein etwas genauerer Blick, denn nur ausgewählte Lieferant*innen in Europa bauen ohne die Verwendung von Pestiziden an.

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Bildquelle: Unsplash; CCO-Lizenz, Perlin Pelin Aksu

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