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Liebeserklärung an: Die Serie Modern Family

Selten so gelacht. Nein, nie so sehr gelacht. Die Serie Modern Family ist das Lustigste, das je über meinen Laptop geflackert ist.

Es sind die kleinen Dinge, die uns unseren tristen Alltag versüßen und das Leben ein bisschen besser machen. Ob es hübsche Gänseblümchen sind, die am Straßenrand wachsen oder eine Kugel deiner liebsten Eissorte – wir alle haben kleine Muntermacher in unserem Alltag, über die wir nur selten ein Wort verlieren. Das soll sich jetzt ändern! Wir bieten euch eine Liebeserklärung an die kleinen Dinge, die uns in stressigen Situationen retten, an schleppenden Tagen motivieren oder uns die guten Tage versüßen!

Wie schräg kann es werden, wenn wir traditionellen Familienkonzepten komplett den Rücken kehren und das Ganze in einer Serie verwursten? Sehr, sehr schräg. Und so lustig, dass ich es mit absolut nichts vergleichen kann und schlichtweg nicht möchte. Denn diesem Feuerwerk an Pointen frisch aus der Alltagskomik könnte ich damit nie im Leben gerecht werden. Ich kann nur so viel sagen: Scheißegal, in welcher Lebensphase ihr euch aktuell befindet, ob ihr von Liebeskummer geplagt im Bett kuschelt, einer anstehenden Prüfung prokrastinierend den Mittelfinger zeigt oder wie ein Honigkuchenpferd durch die Stadt galoppiert, schaut Modern Family. Ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen.

Phil, Claire, Luke, Alex & Haley…

Die Dunphys sind eine schrecklich nette Familie. Warum? Zuallererst, weil sie alles andere als perfekt und damit deiner eigenen Familie so ähnlich sind, dass du die ganze Meute einfach nur in den Arm nehmen und ganz fest an dich drücken möchtest. Da wäre zunächst einmal Phil Dunphy, der sein Geld zwar als Makler in Anzug und Krawatte, die Herzen der Zuschauer aber definitiv in seiner Hauptrolle aus abgedrehtester Vater aller Zeiten verdient.

Es gibt keine Situation, die sein Kindskopf nicht meistern könnte. Schlimmste Sünde für ihn: Erwachsen werden. Phil übernimmt in der Ehe mit der toughen Claire den emotionalen Part. Dabei macht er keine halben Sachen. Da ist zum Beispiel sein Vorsatz, bei der Hochzeit seines schwulen Schwagers nicht zu heulen. Als ihn Claire auf die bereits auf der Hinfahrt vergossenen Tränen aufmerksam macht, verteidigt er diese mit den Worten: „I was on the brink already. I watched ‚Dirty Dancing‘ before we left.“ Außerdem gibt niemand ähnlich inspirierende Tipps für ein achtsames und glückliches Leben. Kostprobe gefällig? Für den nötigen Kick an Vitamin D rät Phil: „Watch a sunrise at least once a day“ und das Schicksal trickst du am besten folgendermaßen aus: „When life gives you lemonade, make lemons. Life will be all like, what?!'“.

Dann gibt’s da aber natürlich noch seine Frau Claire, das Hirn und Organisationstalent der Familie. Sie spricht unseren inneren Spießer an, wenn sie für die Durchsetzung eines Tempolimits in ihrem Wohnviertel sogar so weit geht, als Bürgermeisterin zu kandidieren. Die klassische harte Schale würde Phils Traumfrau wohl am besten beschreiben. Sie eskaliert zwar immer wieder wutentbrannt, ist aber in diesen Momenten meist schlichtweg überfordert. Denn sie ist der Headmaster des Familienlebens, während Phil es über sechs Staffeln hinweg nicht schafft, die lockere Treppenstufe zu fixieren. Über die stolpern auch die Kinder Luke, Alex und Haley jedes einzelne Mal, wenn sie in ihre Zimmer verschwinden wollen. Ansonsten lieben die Eltern die drei aber abgöttisch, stufen sie aber wahlweise als allzu offenherzig (Haley), nicht allzu helle Kerze auf dem Leuchter (Luke) und viel zu korrekt (Alex) ein.

…Jay, Gloria, Manny, Joe, Mitchell, Cameron & Lily!

Aber was wäre die Familie ohne dem Kürzel „groß“ davor? Genau, langweilig. Deshalb (und weil der Serienname sonst auch vollkommen falsch gewählt wäre) besteht auch Modern Family natürlich nicht nur aus der Konstellation Vater, Mutter, Kind, sondern auch aus Jay Pritchett, Claires Vater, der mit der deeeeutlich jüngeren Latina Gloria verheiratet ist und deren Sohn aus erster Ehe mit aufzieht. Das ist Manny, ein weiterer absolut fantastischer Charakter. Er ist der erwachsenste Erwachsene überhaupt, steckt aber eben in der Haut eines Kindes. Herauskommt ein Junge, der morgens erst einmal die Tageszeitung liest und dabei seinen ersten von unzähligen Espressi mit Zucker (oder eher Zucker mit Espressi) trinkt. Was ihn für mich zusätzlich sympathisch macht, ist seine absolute und reine Abneigung jeglichen Sports. I feel him.

Mit den Pritchetts nähern wir uns aufgrund des Altersunterschieds des Paares langsam aber sicher modernen Familienkonzepten an und finden im Dreiergespann Mitchell, Cameron und Lily schließlich das noch fehlende Puzzleteil. Der überempfindliche Mitchell ist der Bruder von Claire und im Gegensatz zu seinem Mann Cameron die Ruhe selbst. Der verkörpert alles, was unter dem Begriff „Drama“ zusammengefasst werden könnte. Übt man auch nur die geringste Kritik an ihm, gibt es hollywoodreife Szenen, die aufgrund der Gegensätzlichkeit des Paares an der Tagesordnung stehen. Dann behält nur noch die kleine Tochter Lily, die für ihr Alter irrwitzig vorlaut ist, die Nerven.

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Zusammenfassend kann ich nur sagen: Ganz egal, wer gerade seinen Auftritt hat, diese Serie ist ein Frontalangriff auf die Lachmuskulatur. Ich liebe sie und warte sehnsüchtig auf die neuen Staffeln, es gibt nämlich noch vier weitere!

Achso übrigens, Netflix. Die Serie läuft auf Netflix.

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Bildquelle: Netflix Media Center

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