LiebeserklärungMusikPartyTrash Pop

Liebeserklärung an: Trash-Pop

Oops, I did it again. Wieder mal die Trash-Pop-Playlist angeschmissen. War aber eigentlich kein Versehen. Denn du, lieber Trash-Pop, bist der Wahnsinn.

Es sind die kleinen Dinge, die uns unseren tristen Alltag versüßen und das Leben ein bisschen besser machen. Ob es hübsche Gänseblümchen sind, die am Straßenrand wachsen oder eine Kugel deiner liebsten Eissorte – wir alle haben kleine Muntermacher in unserem Alltag, über die wir nur selten ein Wort verlieren. Das soll sich jetzt ändern! Wir bieten euch eine Liebeserklärung an die kleinen Dinge, die uns in stressigen Situationen retten, an schleppenden Tagen motivieren oder uns die guten Tage versüßen!

 

Jetzt entspannt fürs Feiern fertig machen und mit guter Mukke schonmal richtig in Stimmung kommen. Beim Duschen lauthals durch den Vorhang zu den Lieblingsbeats mitsingen. Oder beim Feierabendbier mit den Freunden gemütlich auf der Couch flacken. Für jeden Anlass gibt es die richtige Musik, und die ist manchmal schwer zu finden. Streaming-Anbieter wie Spotify helfen einem schon, indem sie für jede Stimmung die richtige Playlist anbieten. Ich brauche diese Funktion eigentlich gar nicht. Weil ich immer wieder auf derselben Playlist lande. Mit dir, der Musik, die einfach immer geht: Trash-Pop. Oops, I did it again.

 

Spice Girls und Backstreet Boys: Ihr tragt mich durchs Leben

 

Klar, viele der Top-Hits der Spice Girls, Backstreet Boys und Blink182 stammen aus einer Zeit, in der ich das Licht der Welt noch nicht erblickt hatte oder im Strampler selbige gerade erst erkundet habe. Trotzdem haben sie mich schon durch unendlich viele schlaflose Nächte mit meinen Mädels gebracht, mich am Ende eines langen Abends Arm in Arm mit Wildfremden abtanzen lassen und auch schon aus dem ein oder anderen Liebeskummer retten können.

Denn, Trash-Pop, du gibst mir immer genau das, was ich gerade brauche. Einen verlässlichen Text zum Mitsingen, eine altvertraute Melodie und einen ganzen Haufen von Erinnerungen.

 

Trash-Pop, du bringst Menschen zusammen

 

Laut Online-Duden definierst du dich eigentlich durch „bewusst banal, trivial oder primitiv wirkende Inhalte und eine billige Machart“. Keine Sorge, lieber Trash-Pop – du bist so viel mehr. Es ist ja auch kein Zufall, dass du alle Charts und alle Zeit überdauerst. Denn, und das ist wahrscheinlich von den vielen guten deine beste Eigenschaft: Du bringst Menschen zusammen. So unterschiedlich wir auch sein mögen, wir alle haben irgendeine Erinnerung, die wir mit Mr. Brightside verbinden, und die Choreo von Everybody (Backstreet’s Back) haben wir doch alle in der Grundschule schonmal auf dem Pausenhof getanzt.

Jetzt noch der richtige Pegel dazu, und auf der Tanzfläche stößt der Jutebeutel-Hipster mit dem Jura-Studenten auf das Leben an, beide schauen sich mit Tränen in den Augen an und singen gemeinsam den Refrain von Don’t Stop Believin‘. Hinter ihnen steht der harte Gangster, der eben noch Stress gesucht hat, und spielt euphorisch das Solo auf seiner Luftgitarre.

 

Du bist so viel mehr als nur ein Guilty Pleasure

 

Genau das ist es, was dich so unersetzlich macht. Es soll mir erstmal jemand erzählen, dass er „Follow Me“ von Uncle Kracker hören kann, ohne, dass zumindest der Fuß zu wippen beginnt. Oder „Mr. Brightside“ nicht auch aus dem größten Muffel eine kleine Solo-Gesangseinlage herauskitzelt. Egal, ob man gerade glücklich, traurig oder wütend ist.

Für viele bist du das heimliche Guilty Pleasure. Niemals würden sie zugeben, wie oft sie deine Hits schon unter der Dusche oder beim Feiern lauthals mitgegröhlt haben. Ich stehe ganz offen dazu – und während mir die Vengaboys ins Ohr trällern, schreibe ich dir diese Liebeserklärung.

Also: Tell me what you want, what you really really want? Ich zumindest will dich, lieber Trash-Pop. In guten, wie in schlechten Zeiten.

 

Folge ZEITjUNG auf Facebook, Twitter und Instagram!

Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

Kommentare

Sag was dazu

Das könnte Dich auch interessieren