Das Dümmste überhaupt? Sich nur auf News über Facebook verlassen

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Gefahr der Falschmeldung

 

Dazu kommt noch, dass Facebook seit einiger Zeit ein großes Problem mit Fake-News hat. So versuchte beispielsweise die Grünen-Politikerin Renate Künast im Dezember zunächst vergeblich ein angebliches Zitat von ihr zum Mord in Freiburg von Facebook entfernen zu lassen. Das erfundene Zitat wurde zuerst auf der Seite „Widerstand deutscher Patrioten“ entdeckt. Auf einem Foto von Künast stand dort: „Der traumatisierte junge Flüchtling hat zwar getötet, man muss ihm aber jetzt trotzdem helfen.“ Ganze drei Tage brauchte das soziale Netzwerk für das Löschen des Posts, obwohl sowohl die Politikerin, als auch die Süddeutsche Zeitung, welche als Quelle des Zitates angegeben war, deutlich machten, dass es sich um einen Fake handelt, wie die Zeit berichtete. Gerade gegen Geflüchtete wird mit Unterstützung von Falschmeldungen häufig gehetzt. Die Polizei Oberbayern Süd erklärte erst kürzlich die Geschichte einer angeblichen Vergewaltigung durch einen Flüchtling für falsch. Auch diese Story wurde über das soziale Netzwerk verbreitet und wurde nur erfunden, um Hass zu schüren.

 

 

 

Diese Falschmeldungen werden von Nutzern häufig für wahr gehalten und auch wenn sie im Nachhinein aufgeklärt werden, können doch nicht alle darüber informiert werden. Natürlich hat Facebook in der Zwischenzeit (und nach heftiger Kritik) versprochen, strenger gegen Fake-News vorzugehen und dafür auch Maßnahmen veröffentlicht. Deren Wirkung wird jedoch stark angezweifelt. Es gibt aber auch noch andere Instanzen, die versuchen, die Nutzer vor Falschmeldungen zu bewahren. Seit 2011 ist „Mimikama“ ein eingetragener Verein, dessen Ziel es ist, Internetbetrug, -missbrauch und Falschmeldungen zu bekämpfen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins arbeiten Hand in Hand mit Facebook, Behörden und den Medien, um den Nutzern von sozialen Netzwerken eine Anlaufstelle bieten zu können.

Absichtliche Falschmeldungen werden häufig in einer vertrauenswürdigen Form geteilt, so dass es mittlerweile sehr schwierig geworden ist, sich wirklich sicher zu sein. So ist es unter anderem auch LeFloid ergangen, der sich 2015 auf den Wunsch seiner Fans mit 9/11 auseinandersetzte und bei seinen Recherchen auf eine Falschmeldung hereinfiel. Diese Quelle behauptete, Putin würde Informationen veröffentlichen, nach denen 9/11 ein Insiderjob gewesen sei. Während es für die Verbreitung dieser Meldung Kritik aus allen Ecken hagelte, konnte er nicht mehr tun, als seinen Fehler richtigzustellen und sich bei seinen Zuschauern zu entschuldigen.

 

Eigentlich sollte also jedem klar sein, dass Facebook als einzige Quelle für News eher unbrauchbar ist. Auf der anderen Seite gibt es ja auch immer noch Millionen von Bildzeitungslesern.

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