Millionenstrafe für Pharell Williams und Robin Thicke

Pharrell-Williams-Robin-Thicke-Blurred-Lines-Happy-Plagiat

Sein Ohrwurm sitzt wahrscheinlich noch “Happy” und tief in eurem Gehörgang – jetzt muss Pharrell Williams zusammen mit Robin Thicke 7,4 Millionen Dollar Strafe zahlen. Grund: Ihr Top-Song “Blured Lines”, der erfolgreichste Song 2013 in den USA, soll dem Hit “Got to Give It Up” von Marvin Gaye aus dem Jahre 1977 zu sehr ähneln (Hier die beiden Songs im Vergleich). “Blurred Lines” brachte den beiden Sängern jeweils ca. 5 Millionen Dollar ein, wovon sie einen Großteil nun wieder abtreten müssen. Das komplette Geld geht übrigens an die Familie des 1984 von seinem Vater erschossenen Gayes.

Thicke mit pikanten Aussagen zur Entstehung und Interviews des Titels

Nach zweiwöchigem Prozess und Analysen von Musikexperten entschied ein Gericht in Los Angeles, die Plagiatsvorwürfe zu bestätigen. Während Thicke anfangs behauptete, er habe den Song mitgeschrieben, ruderte er jetzt zurück. Er sagte, dass er an dem Song fast nicht beteiligt und in Interviews “high” gewesen sei. Außerdem sei er nach sechs selbst geschriebenen Solo-Alben eifersüchtig gewesen, dass ausgerechnet jemand anderes seinen bisher größten Hit geschrieben hatte. Das macht ihn nicht gerade beliebt bei seiner Fangemeide.

“Blurred Lines” mit “Herz, Geist und Seele geschrieben”

Williams dagegen, dessen neue Schuhkollektion diesen Monat in Deutschland erscheint, versuchte den Richtern klar zumachen, dass die Songs lediglich dasselbe Genre teilen, die Soulmusik. Er meinte auch, dass er niemals von einer von ihm selbst viel gehörten und geliebten Person (Marvin Gaye) Songs stehlen würde. Gayes Familie hingegen zeigte sich überglücklich, als das Urteil verkündet wurde. Die Tochter des ehemaligen Soul-Sängers sprach von einem “Wunder”. Sie planen außerdem auch die Verkäufe von “Blurred Lines” zu unterbinden. Bei der Urteilsverkündung waren die beiden Sänger nicht anwesend. Die Anwältin der beiden Stars wolle sich außerdem weitere rechtliche Schritte vorbehalten. Eine Vertreterin von Williams sprach von einer zu hohen Summe, die ihre Klienten zwar nicht arm machen werde, aber keinesfalls gerechtfertigt sei. Williams habe den Song mit “Herz, Geist und Seele” geschrieben und dass aus seinem eigenen Kopf heraus.

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Bildquelle: Shawn Ahmed über CC BY-2.0