„Gescheiterter Plan“: Was passiert mit QAnon?

Ein Q steht symbolisch für QAnon

Da hat jemand etwas ganz anderes erwartet: Die Vorhersage von QAnon, laut der Donald Trump an der Macht bleiben würde und die „satanistischen“ Demokraten verhaftet werden, hat sich nicht bewahrheitet. Bei vielen Anhängern der Verschwörungstheorie machen sich nun Zweifel breit. Ist die Bewegung damit am Ende?

Verschwörungstheorien, besonders rund um Corona, sind gerade groß im Kommen. Gegen solche anzugehen, besonders auf einer zivilisierten Diskussionsebene, ist schwer bis unmöglich. Immerhin scheint es so, als ob sich eine Theorie nun selbst widerlegt hat, denn: Der „Plan“, auf den die Anhänger des QAnon-Verschwörungsmythos alles gesetzt haben, ist krachend gescheitert. Am Tag von US-Präsident Joe Bidens Amtseinführung hätte es passieren sollen: Donald Trump lässt Massenverhaftungen durchführen und Militärgerichte einberufen. Seine Satan verehrenden und Kinder opfernden Feinde lässt er hinrichten und somit den die USA unterwandernden „deep state“ zerschlagen. Dies sollte als der größte Tag seit dem D-Day in Erinnerung bleiben. Doch es geschah – wer hätte es gedacht – nichts von alledem. Die Amtseinführung verlief störungsfrei und die Nationalgarde war vor Ort, um die Störung der Zeremonie durch militante Gruppen zu verhindern.

Ein QAnon-Anhänger trägt symbolisch den Buchstaben Q auf seiner Brust. Bildquelle: Wikimedia

Großer Anime-Fan und leidenschaftlicher Gamer mit einem Faible fürs Schreiben und das Lernen von Sprachen - gerne auch mal ausgefallenere wie Elbisch oder im Moment Mandarin. Zudem ein überzeugter Hemdenträger, exzessiver Nutzer der Farbe Schwarz (Dark Mode ist PFLICHT) und Katzenliebhaber.