Fotos: Die Hassliebe zur eigenen Heimat

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Kaputte Spielautomaten, leere Parkplätze und große Wiesen: Das scheint der Alltag von Louisianas Jugend zu sein. Der Fotograf Ransom Ashley hat dieses Leben hautnah miterleben dürfen, denn er ist den Straßen von Louisiana groß geworden. Für sein neustes Fotoprojekt „Louisiana“ kehrte Ransom zu seinen Wurzeln zurück und begann die prägnantesten Plätze seiner Jugend festzuhalten. Das Resultat sind Bilder, die im ersten Moment eher unspektakulär wirken, aber bei näherer Betrachtung so einiges erzählen. Denn Ransoms Verhältnis zu seiner Heimatstadt ist ambivalent. Für das konservative Louisiana war er nicht „männlich“ genug, wodurch er immer wieder gemobbt und ausgegrenzt wurde. “Ich habe mich noch nie für Sport begeistern können und auch die meisten meiner Freunde waren weiblich. Dafür musste ich damals sehr viel einstecken, denn ich konnte mich eher für die kreativen Dinge begeistern. In Louisiana wurde man damit sofort in die „Homosexuellen“-Schublade gesteckt“, erzählt Ransom gegenüber ZEITjUNG.

Die Stadt Louisiana prägte Ransoms Charakter maßgeblich, denn er hat sich dort irgendwie falsch und fehl am Platz gefühlt. Ihn verbindet zu dieser Stadt eine Hassliebe. Es sind seine Wurzeln, die seine Jugend nicht immer einfach gestaltet haben, trotzdem hat er auch dort Freundschaften fürs Leben schließen können. Mittlerweile lebt der Fotograf glücklich in L.A.

Praktikantin: Gerade die Bachelor-Arbeit eingeworfen und schon auf dem Weg ins solide München. Nach 6 ½ Semestern der Soziologie und Politikwissenschaften in Köln, ist es nun an der Zeit den aufregenden Alltag eines Online-Magazins einmal hautnah mitzubekommen. Und was liegt da näher als ein Praktikum beim wunderbaren ZEITjUNG.