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Hyperrealistic Art: Foto oder Zeichnung?

Fotografie oder doch Malerei? Bei diesen fünf Künstlern kann man sich nie wirklich sicher sein!

„Hyperrealistische Bilder sind weder exakte Interpretationen von Fotos, noch detailgetreue Illustrationen einer Szene oder eines Gegenstandes. Stattdessen nutzen sie zusätzliche, oft versteckte Bildelemente um die Illusion einer Realität zu erzeugen, die eigentlich entweder gar nicht existiert, oder nicht vom menschlichen Auge gesehen werden kann.“ So beschreibt der Künstler Paul Cadden seinen Ansatz der „hyperrealistic art“. Damit ist er Teil einer wachsenden Bewegung in der Kunstszene, die sich der detailverliebten Darstellung der Realität verschrieben hat und somit im krassen Gegensatz zur abstrakten modernen Kunst steht. Wir stellen euch vier der aufregendsten Künstler dieser Szene vor und zeigen in der großen Bildergalerie unten ihre besten Werke…

 

Alyssa Monks, New York

 

„Als ich anfing, den menschlichen Körper zu malen, war ich von ihm besessen und musste ihn so realistisch wie möglich darstellen“, beschreibt Alyssa Monks ihre ersten Schritte in Richtung Hyperrealismus. Die aus New Jersey stammende, in Brooklyn lebende Künstlerin widmet sich dabei größtenteils dem nackten weiblichen Körper, meist in Kombination mit Wasser, Dampf oder Glas. So entstehen Ölgemälde, die in ihrer Unmittelbarkeit und Intimität erschreckende Kraft ausüben.

 

Paul Cadden, Glasgow

 

Die Bleistiftzeichnung ist eine Königsdisziplin. Wir alle haben uns in langweiligen Schulstunden an ihr probiert, wie kläglich wir gescheitert sind zeigt uns Paul Cadden. Er macht hyperrealistische Bilder nur mit Bleistift auf Papier. Porträts die einen anspringen, Szenen, die lebhafter nicht sein können. Cadden geht dabei immer von Fotos oder Video-Stills aus. „Obwohl meine Zeichnungen auf Fotos oder Video-Stills basieren, ist die Idee, über das Foto hinaus zu gehen“, so Cadden. „Ich nutze das Foto um einen subtileren, komplexeren Fokus auf das Subjekt zu richten. Das virtuelle Bild wird zum lebenden Bild, eine Intensivierung des Normalen.“

 

Diego Gravinese, Buenos Aires

 

Der Argentinier Diego Gravinese macht großformatige Ölgemälde. 180 cm breit, 140 cm hoch. Fast in lebensgröße zeigt er also seine reslistischen Visionen. Im Gegensatz zu anderen Hyperrealisten versetzt Gravinese seine Bilder aber gerne mit surrealistischen Elementen oder abstrakten Farben und Formen. So wachsen zum Beispiel aus dem Bett, auf dem sich eine nackte Frau räkelt, spitze Eiskristalle.

 

Juan Francisco Casas, Madrid

 

Seine Bilder wurden in einer Ausstellung mit Gerhard Richter, Erwin Wurm, Otto Dix und Andreas Gursky gezeigt, und zogen durch Museen von Bogota über Miami bis nach Madrid oder München. Der Spanier Juan Francisco Casas ist ein Shooting Star der neuen realistischen Malerei. Seine Bilder sind meist mit Kugelschreiber und Edding auf Papier gezeichnet, ihnen wohnt ein schillernder Hedonismus innne. Sex, Alkohol, Nacktheit, Ekstase sind die Themen, denen sich Casas in detailverliebten Zeichnungen nähert. Sein Motto: „If you don`t give a damn, we don`t give a fuck!“

 

Mike Dargas, Köln 

 

Inspiriert durch Künstler wie Dalí, Caravaggio oder auch HR Giger befasst sich der Kölner Künstler Mike Dargas zunehmend mit dem Surrealismus und Realismus. In seiner Kunst beschäftigt sich Mike Dargas mit der Darstellung von Menschen, die er realistisch in Öl auf Leinwand festhält. Durch seine präzise Technik entstehen Momentaufnahmen, die wie Fotografien wirken. Der Künstler studiert sein Motiv so intensiv, dass durch seine Porträts Psychogramme entstehen, die eine zunehmend intime Nähe aufweisen.

 

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