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3 Jungs, 1 Segelboot, 1 Weltreise: Von Kroatien in die Karibik

Von großen Plänen und Last-Minute-Aktionen: Warum sich drei Nürnberger auf den Weg in die Karibik machen – mit dem Segelboot.

Von Bastian Langer

Drei Jungs on tour: Mit einer alten Segelyacht, einem Haufen Surfbrettern, frisch geschliffenen Kochmessern und einer gehörigen Portion Abenteuerlust auf großer Fahrt! Das sind Simon, Jens und Basti von SEASICK SAILING und ihr Ziel ist die Karibik, bitchachos!

Mittlerweile ist es 2:54 Uhr, früh morgens am Tag der Abfahrt. Auf meiner To-do-Liste stehen immer noch einige Punkte, die noch nicht durchgestrichen wurden. Jedes Mal das Gleiche! Wir planen diesen Trip seit 1,5 Jahren und trotzdem erledigen wir so viel auf den letzten Drücker. Zum Beispiel den ersten Artikel für ZEITjUNG.de zu schreiben.

 

Große Ideen, Glück und die Frechheit, nachzufragen

 

Wir, das sind SEASICK, drei Jungs Mitte Zwanzig, die es irgendwie geschafft haben, eine bildhübsche Yacht namens Liv zu kaufen, und die damit morgen (hoffentlich) in Kroatien lossegeln. Unser Ziel: Die Karibik! Um euch die Frage vorweg zu nehmen: „Nein!“ Wir sind nicht die drei jungen Männer, die neulich den Lotto Jackpot geknackt haben. Leider. Aber wir haben es irgendwie geschafft, Leute zu überreden uns Geld zu leihen, um uns ein Schiff zu kaufen. Dass wir diese Menschen überzeugen konnten, hatte einerseits mit dem Glück zu tun, so nette Menschen zu kennen, andererseits mit der eigenen Frechheit, einfach mal zu fragen. Aber vor allem hatten wir einen guten Plan und den Willen, das zu schaffen! Wir haben unsere Ärsche hochgekriegt und waren bereit uns diese aufzureißen! Mit so einem Willen erreicht man viel, wirklich! „Warum kommt man denn nur auf so eine Idee?“ – Oft gehört die Frage in letzter Zeit. Das bedeutet aber auch, dass ich die mittlerweile ganz gut beantworten kann. Ihr müsst wissen, nachdem was wir so gehört haben, stellen wir es uns dort drüben ziemlich paradiesisch vor: Weißer Sandstrand mit glasklarem Wasser. Mit schönen Wellen zum Surfen. Mit viel Wind zum Kitesurfen. Mit atemberaubender Natur, wunderschönen Riffen zum Schnorcheln und leckerem Essen zum Nachkochen.

 

Eine einjährige Auszeit, um das Abenteuer zu suchen

 

Nachdem wir alle Segler sind, lockt es uns natürlich, selbst rüberzufahren anstatt einfach den Flieger zu nehmen. Umweltfreundlicher ist es sowieso. Sich Zeit zu nehmen, um die Welt anders zu erfahren, um sich selbst besser kennenzulernen, um Abenteuer zu erleben, die in der heutigen Welt so rar geworden sind. So entstand der Plan, sich eine einjährige Auszeit zu nehmen und das Abenteuer zu suchen: Wir segeln selbst in die Karibik, gehen dort surfen wo es nur geht und kochen geile Gerichte mit dem, was uns diese „neue Welt“ so bietet. Wir wollen Länder erkunden und neue Freunde treffen. Und das Ganze ohne den Stress und das Heckmeck der normalen, schnelllebigen Welt. Dafür ackern und sparen wir seit vielen Monaten und schmieden Pläne, wie die Reise denn genau aussehen soll. Von Kroatien segeln wir über Sardinien durchs Mittelmeer nach Gibraltar, und von dort auf die Kanaren. Nach einem Zwischenstopp zum Surfen soll es von dort aus dann in die Karibik gehen. Unser längstes Stück auf offenem Meer; wir rechnen mit ca. 25 bis 30 Tagen ohne „Land in Sicht“. Dann wollen wir die gesamte Karibik erkunden, bevor es dann über Jamaika und Kuba in Richtung Bahamas geht. Mittlerweile ist das Schiff top ausgerüstet und wir haben – nahezu – alle unsere Siebensachen beisammen.

So, jetzt ist es 3:50, der Artikel ist fast fertig. Jetzt nur noch die Gewürze-Kiste packen und die verlorene Finne finden… Ja, ich weiß, mein Zeitmanagement ist noch zu optimieren, vielleicht beim nächsten Artikel. Genau den könnt Ihr nämlich wieder hier lesen, denn auf ZEITjUNG.de wird es in regelmäßigen Abständen Auszüge aus unserem Reisetagebuch geben. Noch mehr geile Bilder und unseren „Reiseführer“ mit unseren persönlichen Hotspots und Entdeckungen, inklusive Surfguide und freshen Rezepten gibt auf unserer Website, auf Facebook und auf Instagram.

Schöne Zeit euch, wir lesen uns bald wieder! Basti.

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