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Wie sechs Mädels dem Prinzessinnen-Image den Kampf ansagen

Kleine, zerbrechliche Prinzessinnen? – Von wegen!

Kreative Outfits, bunte Plakate, tiefgründige Statements: Los Angeles war eine der Städte, deren Straßen von hunderttausenden Menschen überschwemmt wurden, als der zweite Women’s March statt fand. Nach der #metoo Debatte und der Time’s Up Initiative war das für viele Menschen ein erneutes Event, um Solidarität zu zeigen und um zu beweisen, wie aus einzelnen Stimmen eine Bewegung wurde.

Starke Frauen statt kleiner hilfloser Prinzessinnen

 

Aber wie lässt sich am besten ausdrücken, was man sagen möchte? Das fragte sich eine junge Mädelsgruppe, die Buzzfeed Redakteurin Brianna Sacks auf dem Marsch traf. Sie kamen auf eine kreative Idee: Sie verkleideten sich als Disneyprinzessinnen, aber veränderten ihr Image grundlegend. Die sechs Teenagerinnen verkörperten keine hilflosen jungen Damen, keine machtlosen Prinzessinnen, wie wir sie aus unserer Jugend kennen. Im Gegenteil, sie drehten den Spieß um, weil sie es leid waren, als Prinzessinnen gesehen zu werden. Ava, die Initatorin der Idee, verkleidete sich als „Sleeping Beauty“  und hielt ein Schild mit der Aussage „Stay woke“ nach oben.

Mit ihren 13 Jahren wenden sich Ava und ihre Freundinnen auch gegen all jene, die denken, sie seinen zu jung für politische Statements: „Sagt uns nicht, wir verstehen noch nichts über die Probleme der Welt. Glaube mir, das tun wir“, stelle Ava klar.

 

„Bright young women, sick of swimming, ready to stand.“

 

Auch ihre Freundinnen traten als starke Prinzessinnen auf: Naiobi aka Ariel trägt ein Schild mit der Aufschrift: „Bright young women, sick of swimming, ready to stand!“ Sie ist der Meinung, dass man sich nicht selbst aufgeben muss, um zu bekommen, was man will. Auch wenn Ariel im Film ihre Stimme für die Liebe aufgegeben hat, möchte sie sie repräsentieren und zeigen wie Ariel in stark funktioniert hätte – indem sie an Ariels Stelle ihre Stimme zurückverlangt.

Jacqueline verkleidete sich als Elsa: „I will not let it go.“ Sie erklärt, dass sie diese Figur gewählt hat, da sie eine der wenigen Disneyprinzessinnen ist, die ihren Ambitionen folgt und deren Geschichte nicht damit endet, einen Prinzen zu heiraten. Auch wollte sie auf den Klimawandel aufmerksam machen, indem sie durch Elsa, die Eiskönigin, auf die Folgen der Erderwärmung hinweist. Elsa hätte nämlich kein Zuhause, keinen Eispalast mehr. Und das wäre doch schade.

Dann wären da noch Daisy alias Prinzessin Lea mit der Aussage: „Don’t touch my buns“, Bell: „This is 1 beast of a problem“ und Tinkerbell: „Pixie dust won’t fix this.“ Dir Trägerin dieses Plakates glaub, als Realistin, an die Menschen und hofft, dass ihnen die Zukunft nicht egal ist. Wir feiern die sechs Mädels total für ihre Idee. Denn ist es nicht so, dass wir eigentlich schon als kleine Kinder ein total falsches Bild von all den zerbrechlichen Disney-Prinzesschen dieser Welt bekommen haben? Zeit, das zu ändern!

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