Sex und Soda: Sexträume – Was sagen sie über uns?

Frau fällt in lis Hintergrund

In dieser Kolumne schreibt Mila Bach über die prickelnden und weniger prickelnden Momente im Leben. Diesmal geht es um Sexträume.

Sie sind heiß, sie sind aufregend, sie sind seltsam: Sexträume. Sie können viel über unser unbewusstes sexuelles Verlangen verraten oder uns zutiefst schockieren. Bei einer näheren Betrachtung kann man jedoch einiges über sich erfahren.

Ich habe das Glück (oder das Pech) mich an fast alle meine Träume zu erinnern. Deshalb entgeht mir auch keiner meiner Sexträume. Vor allem wenn ich länger keinen Sex hatte, kommen sie fast jede Nacht. Manche inspirieren mich, manche schockieren mich. Ich bin keine Traumdeuterin, aber ich glaube daran, dass uns das Unbewusstsein in seinen absurden Traumwelten einiges über uns verrät. Also habe ich schon einiger meiner Träume bis ins kleinste Detail analysiert und zumindest für mich glaubhafte Schlüsse gezogen.

Wer sind die Hauptdarsteller?

In 99 Prozent meiner Sexträume bin natürlich ich die Protagonistin. Mit wem ich die heißen Momente teile, variiert jedoch sehr stark. Da war schon alles dabei: Pornosternchen, viele Fremde ohne Gesicht, unangenehme Lehrer, meine liebsten Freunde, Promis und so weiter. Ein immer wiederkehrendes Muster ist, dass ich in meinen Träumen Sex mit Menschen habe, die ich entweder im echten Leben nicht besonders leiden kann oder unattraktiv finde. So hatte ich schon Sex mit einer Pornodarstellerin mit sehr gemachten Brüsten und Lippen, langen Extensions und sehr viel Make-Up im Gesicht. Im echten Leben würde mich das nicht reizen, im Traum war es heiß. Oder mit Menschen, mit denen ich mich im echten Leben gerade streite. Oder mit Felix Lobrecht, den ich (im Gegensatz zu vielen anderen, wie ich im Internet lesen kann) nicht sonderlich attraktiv finde. Ich glaube, es ist meine Art des Versöhnungsangebots. Wenn ich mit jemanden in meinem Traum schlafe, den ich eigentlich nicht mag, dann gibt es vielleicht einige Aspekte an diesem Menschen, die ich begehre oder beneide. Zumindest habe ich das so für mich gedeutet. Und schaue ganz genau hin, mit wem ich mich im Traum im Bett vergnüge.