8 Dinge, die Du beim Online Shopping beachten solltest

Online shop Liste

Bequem auf der Couch am Laptop oder über eine entsprechende App online shoppen, wer macht das nicht gerne? Doch so schön Online Shopping ist, es gibt einige Dinge, die beachtet werden sollten, um sich vor bösen Überraschungen, wie z.B. Betrug, zu schützen.

 

1. Seriöser Onlineshop?

 

Onlineshops, die seriös sind, haben ein Impressum und zusätzliche Kontaktdaten mit Anschrift und Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse. Wird in einem Onlineshop nur eine Anschrift für ein Postfach genannt und gibt es keine weiteren Kontaktmöglichkeiten via Telefon, dann sollte auf den Einkauf in dem betreffenden Onlineshop verzichtet werden. Handelt es sich bei dem Anbieter um kein großes Unternehmen und damit um eine bekannte Marke oder um eine im Ausland ansässige Firma, sollte nach entsprechenden Erfahrungsberichten von anderen Kunden gegoogelt werden. Immer mehr Verbraucher teilen Ihre Erfahrung und hinterlassen eine Bewertung für einen Onlineshop auf entsprechenden Portalen wie Erfahrungen24, insbesondere wenn sie mit bestimmtem Leistungen oder Produkten unzufrieden waren.

 

2. Schnäppchenpreis? – Ein Preisvergleich kann helfen

 

Vermeintliche Schnäppchen, die als solche in einem Onlineshop beworben werden, sind eventuell nur Köder und der Kunde spart nicht wirklich beim Einkauf. Ein unabhängiger Preisvergleich kann insbesondere dann helfen, wenn eine kostenintensive Anschaffung geplant wird. Ob teures Parfüm, LED-TV, Hifi-Anlage, Notebook, Kühlschrank, Möbel: ein unabhängiger Preisvergleich zeigt schnell, in welchem Onlineshop das gewünschte Produkt aktuell am günstigsten verfügbar ist. Die meisten nutzen Google nur zum Auffinden von Webseite, dabei wird mit dem kostenlosen Google Shopping eine der größten Preisvergleiche.

 

3. Liefertermin und Lieferzeiten angegeben?

 

Seriöse Onlineshops zeigen direkt auf der Produkt-Detailseite oder während des Bestellvorgangs an, wie lange die Lieferzeit für den gewünschten Artikel ist. Die Angaben zu den Lieferzeiten müssen leicht für den Kunden zu finden sein. Sind keine konkreten Lieferzeiten angegeben, sollte der gewünschte Artikel nicht in dem betreffenden Onlineshop bestellt werden, sondern nach einem Onlineshop gesucht werden, in dem konkrete und leicht auffindbare Angaben zu den Lieferzeiten gemacht werden. Es gibt auch die Möglichkeit, vorab vom jeweiligen Onlineshop eine Bestätigung zum Lieferzeitpunkt schicken zu lassen. Das bewahrt Kunden vor bösen Überraschungen. Beim Bestellen von Möbeln und weiteren sperrigen Artikeln wie Waschmaschinen, Kühlschränken etc. bieten seriöse Onlineshops einen umfassenden Service und nehmen Kontakt mit dem Kunden auf, um einen Liefertermin mit dem Kunden abzustimmen.

 

4. Bezahlmethoden beim Onlineshopping

 

Inzwischen bieten die meisten Onlineshops verschiedenen Bezahlmethoden für Kunden zur Auswahl an. Zu den gängigsten Bezahlmethoden gehören die Zahlung per PayPal und per Kreditkarte sowie der Kauf auf Rechnung und der Ratenkauf. Einige Online-Händler verlangen vor dem Versand der Ware Vorkasse oder bieten die Möglichkeit zur Sofortüberweisung an. Wenn der Kunde in einem Onlineshop den Kauf per Sofortüberweisung, per Kreditkarte oder Vorkasse auswählt, dann sollte darauf geachtet werden, dass die Übertragung der Daten SSL-verschlüsselt ist. Beginnt die URL mit „https“ und wird in der Statusleiste des Browsers (z. B. Firefox, Chrome und Internet Explorer) ein Schlüsselsymbol oder ein Schlosssymbol angezeigt, ist die Übertragung der Daten für die Zahlung verschlüsselt und sicher.

 

5. Rückgaberecht nicht mehr kostenlos – europaweite Regelung beachten

 

Seit es die europaweit vereinheitlichte Regelung für gebührenpflichtige Rücksendungen gibt, ist es nicht mehr grundsätzlich möglich, Waren innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist an den Onlineshop kostenlos zurückzuschicken. Ehemals war im Bürgerlichen Gesetzbuch festgehalten, dass Waren ohne Angaben von Gründen und ab einem Einkaufswert von 40 Euro kostenlos an den Händler zurückgegeben werden konnten. Nach der europaweiten Vereinheitlichung haben Onlineshops die Option, Gebühren für die Rücksendung zur erheben, wenn die Rücksendung nicht vom Kunden erläutert bzw. begründet wird. Eine Erläuterung kann die Angabe des Rücksendegrunds wie zum Beispiel defekter Artikel, zu kleine Kleidergröße etc. sein. Wird innerhalb der gesetzlichen Widerrufsfrist ein Produkt ohne Angabe eines Grundes an den Händler zurückgeschickt, kann der Onlineshop Gebühren verlangen. Zudem gilt auch, dass die Kosten für den Versand der Rücksendung vom Kunden getragen werden müssen. Nicht alle Onlineshops machen von diesen neuen Regelungen Gebrauch, weil sie die kostenlose Rücksendung als Teil des umfassenden Kundenservices betrachten. Trotzdem lohnt vor dem Einkauf ein Blick in die AGB, insbesondere in die Absätze bezüglich Widerruf und Rücksendung. Um sicherzugehen, keine Gebühren für eine Rücksendung zahlen zu müssen, sollte das Rücksendeformular, was von den meisten großen Onlineshops der Lieferung beigefügt ist, ausgefüllt und mit in das Retoure-Paket gelegt werden.

 

6. Datenschutz und Sicherheit beim Bestellprozess

 

Wird die Bestellung in einem Onlineshop ausgeführt und werden die persönlichen Daten für die Rechnungs- und die Lieferadresse eingetragen, sollte auf den Datenschutz geachtet werden. Grundsätzlich darf der Onlineshop die Daten nur für die Bestellung nutzen und nicht an Dritte weitergeben. Nur wenn beim Bestellvorgang ausdrücklich der Kunde die Einwilligung zur Nutzung der Daten auswählt, darf der Händler die Daten zum Beispiel für den Versand von Newslettern verwenden oder diese an Dritte, wie zum Beispiel Kooperationspartner, weitergeben.
Bevorzugt werden sollten Onlineshops, die mit entsprechenden Gütesiegeln ausgezeichnet sind. Es gibt einige Gütesiegel, die von der Stiftung Warentest als vertrauenswürdig bewertet werden und auf die man achten sollte. Dazu gehört unter anderem TÜV Süd Safer Shopping.

 

7. AGB und Widerrufsrecht sind klar formuliert

 

Bei vielen Onlineshops müssen Kunden zum Abschicken der Bestellung die Kenntnisnahme der AGB des Shops bestätigen. Die AGB und das Widerrufsrecht müssen leicht zu finden und eindeutig formuliert sein. Gibt es keine AGB und kein Widerrufsrecht, sollte auf einen Einkauf in dem Onlineshop verzichtet werden.

 

8. Kundenservice prüfen

 

Ist sich der Kunden nicht sicher, ob der Onlineshop seriös ist und ob ein sicherer Online-Einkauf möglich ist, können die Kontaktdaten des Shops genutzt werden. Ist eine Telefonnummer zum Erreichen des Kundenservices angegeben, kann diese angerufen und nachgefragt werden. Bei Nutzung der E-Mail-Adresse eines Onlineshops kann der Kunde prüfen, wie schnell der Kundenservice reagiert und auf eine Anfrage per E-Mail antwortet. Grundsätzlich gilt, dass von einem Einkauf in einem Onlineshop abgesehen werden sollte, wenn Zweifel in Bezug auf Seriosität des Shops bestehen. Die Recherche nach Bewertungen und auf den Seiten des Verbraucherschutzes geben auch Aufschluss darüber, wie seriös und sicher ein Einkauf in einem bestimmten Onlineshop ist.

Checkliste für sicheres Onlineshopping:
Folgende Kriterien erfüllen empfehlenswerte Onlineshops, bei denen ein sicherer Einkauf geboten ist:

1. Impressum / Kontaktdaten

2. Angabe von Lieferzeiten

3. klar formulierte AGB und Widerrufsrecht

4. Auszeichnung mit einem Gütesiegel

5. schnelle Beantwortung von Kundenanfragen per Telefon und per E-Mail

6. SSL-verschlüsselter Bestell- und Bezahlprozess

7. Datenschutz

8. sehr gute Bewertungen von unabhängigen Verbraucherportalen

9. eindeutige Regelung beim Rückgaberecht und zu eventuellen Gebühren für Rücksendungen

 

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Bildquelle: GotCredit unter CC BY 2.0