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Stellungswechsel: Mit Cat-Calling bekommst du niemanden ins Bett!

„Hey Süße, Bock zu ficken?“ Warum du unbedingt auf Cat-Calling verzichten solltest, wenn du eine Frau attraktiv findest, erklärt unsere Sexkolumnistin Nadine Kroll.

Ich kenne keine einzige Frau, die auf ein „Hey Süße, Bock zu ficken?“ jemals angesprungen wäre. Und auch, seinen Kindern auf die Frage, wie Mama und Papa sich denn kennengelernt haben, mit „Weißt du, der Papa hat der Mama hinterhergerufen, dass sie einen geilen Arsch hat und das fand die Mama so gut, dass sie den Papa heiraten wollte!“ zu antworten, erscheint mir reichlich unrealistisch.

Wenn du also eine fremde Frau auf der Straße tatsächlich so attraktiv findest, dass du sie unbedingt ansprechen möchtest, probiere es stattdessen doch einmal mit einem Einfachen: „Hey, du bist mir gerade aufgefallen und ich würde dich gerne kennenlernen!“ Solange du in deiner Wortwahl nicht sexistisch oder anderweitig übergriffig wirst, kannst du deiner Fantasie sogar freien Lauf lassen.

 

Gesten der Macht

Nur auf eine weitere Sache solltest du neben Cat-Calling unter allen Umständen verzichten, wenn du eine fremde Frau auf der Straße, im Club oder bei einer anderen Angelegenheit ansprichst: das Anfassen. Ein „sanfter“ Griff an den Arm, um eine Dame aufzuhalten, ist nämlich genauso inakzeptabel wie ein Klaps auf den Po. Man kann mit Frauen reden ohne sie vorher, nachher oder währenddessen anzutatschen. Wie auch das Cat-Calling selbst haben solche vermeintlich vertrauten Gesten etwas mit Macht zu tun, die in der Regel lediglich gegen Frauen ausgespielt wird, statt sie zu nutzen, um sich für Frauen stark zu machen und auf ihre Seite zu stellen.

 

Und dass du ein „Nein!“ auf die Frage nach einem Kennenlernen oder Date unbedingt akzeptieren und auch nicht mit „Warum denn nicht?“ nachhaken solltest, muss ich dir an dieser Stelle hoffentlich nicht extra erklären. Wobei es ja Typen geben soll, denen man beigebracht hat, dass Hartnäckigkeit beim Flirten sich immer auszahlt. Dem ist nicht so.

Fakt sind nur diese zwei Dinge: Mit sexistischen Kommentaren und vermeintlichen Komplimenten an wildfremde Damen, die dir auf der Straße entgegenkommen, kriegst du niemanden ins Bett. Und die einzige akzeptable Form von Cat-Calling ist und bleibt, wenn du nach deiner Katze rufst.

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