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Get Stoned: Cannabis ist in Kanada jetzt legal

…aber bevor du jetzt in den nächstbesten Flieger springst, gibt es ein paar Dinge, die du wissen solltest.

Der Traum eines jeden Kiffers, ob gelegentlich oder regelmäßig, ist in Kanada jetzt wahr geworden: Cannabis wurde legalisiert. Und macht Kanada nun zum zweiten Staat, der die pflanzliche Droge offiziell konsumiert werden darf.

 

Alles legal?

 

Mit der neuen Regelung ist den Bürgern nun der Anbau, Verkauf und Gebrauch gestattet. Natürlich gibt es hierbei auch ein paar Grenzen, die sich je nach Provinzen und Territorien unterscheiden. In den meisten Orten ist es Erwachsenen erlaubt, bis zu 30 Gramm Marihuana zu kaufen und bei sich zu tragen, in Québec liegt die Grenze hingegen bei 150 Gramm. Volljährigen ist der Konsum nun gestattet, Ein- und Ausfuhr bleibt aber verboten, genauso wie das Rauchen am Steuer.

In einigen Ländern ist Marihuana aus medizinischen Gründen erlaubt, Kanada und Uruguay sind bis jetzt die einzigen zwei Staaten, in denen das Kiffen im kompletten Land auch im Freizeitgebrauch legal ist. Die neue Regelung soll es vor allem Jugendlichen erschweren, Cannabis auf der Straße zu kaufen. Dies ist oft mit anderen, gefährlicheren Substanzen gestreckt, und durch die Legalisierung und somit Verbreitung von „legalen Dealern“ sollen Schwarzmarkthändler von der Straße weg in ein legales System gebracht werden. Und das Geschäft läuft: Unternehmen ertrinken beinahe unter der Bestellungsflut, viele Händler berichten von Lieferengpässen.

 

Gras per Paketlieferung

 

Das Bestellen von Cannabis ist entweder in Läden oder Online-Shops mit Zulassung möglich. Die Anbieter werden vom Staat oder privaten Vertreibern verwaltet, und unterliegen strengen Auflagen. Also einfach mal schnell um die Ecke um ein paar Gramm zu kaufen, kommt in Kanada immer noch nicht in die Tüte. Derzeit gibt es 132 lizensierte Händler, wer absolut sicher gehen will, ob sein Händler des Vertrauens legal arbeitet, kann das auf der offiziellen Internetseite der Regierung überprüfen. Wer sich vielleicht denkt, dass der heimische Anbau einfacher ist, sei gewarnt, denn auch für das eigeneTopfpflänzchen braucht es eine Genehmigung. Preislich soll das Ganze bei etwa zehn Dollar pro Gramm liegen, wobei der Staat hier natürlich mit verdient: auf ein Gramm fallen rund ein Dollar Steuern. Für Verkäufer dürfen maximal acht Prozent Gewinn dabei herausspringen.

Die 30 Gramm beziehen sich übrigens nur auf die Menge, die man bei sich in der Hosentasche tragen darf – denn für Zuhause gibt es keine Begrenzungen.

In Deutschland hingegen sieht es weder auf kurze noch auf lange Sicht danach aus, dass Cannabis für den Freizeitgebrauch legalisiert wird, aber seit 2017 dürfen Ärzte Patienten immerhin medizinisches Marihuana auf Rezept verschreiben.

 

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

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