Du machst dich strafbar, wenn du den Eiffelturm bei Nacht fotografierst

Wer zur falschen Uhrzeit auf den Auslöser drückt und die Fotos auf Facebook oder Instagram hochlädt, der muss blechen.

Er gehört zu Paris, wie das Brandenburger Tor zu Berlin oder der Trevi-Brunnen zu Rom: der Eiffelturm. Und natürlich möchte man das Wahrzeichen auch fotografieren, wenn man schon mal in der Stadt der Liebe ist. Aber das ist nicht immer erlaubt. Wer zur falschen Uhrzeit auf den Auslöser drückt oder die Fotos einfach auf Facebook oder Instagram hochlädt, der kann zur Kasse gebeten werden und muss im Zweifel blechen.

 

Parlez-vous Urheberrecht: Fotos bei Nacht sind tabu

 

Die Regeln, wann man den Stahlriesen ablichten darf und wann nicht, sind gar nicht so leicht zu durchschauen. Grund dafür die Betreiberfirma des Eifelturms SETE. Diese beansprucht die Rechte an Aufnahmen des beleuchteten Eiffelturms für sich. Bedeutet im Klartext: Den Turm am Tag fotografieren ist in Ordnung. Nachts, wenn er die Stadt erleuchtet, kann es Probleme geben. Wenn es dunkel wird, darf man den Eifelturm nur noch für den privaten Gebrauch fotografieren. Das heißt, dass man die Fotos nicht veröffentlichen darf – weder auf Instagram, noch auf Facebook oder auf der eigenen Website oder Blog. Wer dennoch nachts knipsen möchte, der muss sich laut der Website der Betreiberfirma auch als Privatperson eine Erlaubnis einholen.

 

In Deutschland wären Aufnahmen erlaubt

 

Das man in Frankreich für einen nächtlichen Schnappschuss belangt werden kann liegt daran, dass dort die sogenannte Panoramafreiheit nicht gilt. In Deutschland steht diese im Gesetz und sichert allen Menschen zu, dass sie Gebäude oder Kunstwerke im öffentlichen Raum ohne Genehmigung fotografieren dürfen. In anderen Länder sieht das aber anders, da andere Urheberrechte gelten. Im Fall des Eiffelturms wird man aber nur selten wirklich zur Kasse gebeten. Die Firma schreitet nur dann ein, wenn sie hinter der Aufnahme eine finanzielle Absicht vermuten. Du also versuchts Cash mit dem Foto zu machen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn du die Bilder des beleuchteten Turms auf deinem professionellen Blog hochlädst. Wenn du die Aufnahme wirklich nur deinen Freunden zeigst, dann sollte, in der Regel, nichts passieren.

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Bildquelle: Alexandre Godreau on Unsplash

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