Ich bin Student und meine Bonität ist miserabel – Was kann ich tun?

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Als Studenten haben wir oftmals nicht nur Geldprobleme direkt auf dem Konto, sondern mit Blick auf unsere Bonität auch viel globaler. Es geht nicht nur darum, dass wir günstig wohnen und uns nach günstigen Mobiltarifen umsehen müssen, sondern auch darum, wie wir von Finanzinstituten eigentlich gesehen werden. Das Stichwort lautet hier Bonität und nachdem wir geklärt haben, was das genau ist, sehen wir uns an, was wir als Studenten für eine bessere Bonität tun können.

 

Brauche ich eine gute Bonität nicht nur, wenn ich einen Kredit haben will?

 

Nicht ganz, sei dazu schon einmal gesagt. Aber sehen wir uns zunächst an, was der Begriff Bonität genau bedeutet. Obwohl der Begriff anders ausgedrückt die Kreditwürdigkeit einer Person beschreibt, steht die Bonität nicht ausschließlich in Verbindung mit Krediten. Es geht vielmehr darum, inwiefern man uns vertrauen kann, dass wir unseren finanziellen Verbindlichkeiten nachkommen. Also ob wir unsere Miete zuverlässig und pünktlich bezahlen können, ob unser Internet- und Telefonprovider problemlos das Geld einziehen kann oder eben auch, ob die Bank nicht auf den Raten des an uns ausgezahlten Kredits sitzen bleibt. Eben weil in den Medien immer nur in Verbindung mit Krediten von der Bonität die Rede ist, vergessen viele Studenten, dass die Bonität fast überall eine Rolle spielt. Doch überspitzen sollten wir das Ganze auch nicht, denn irgendwie haben wir als Student ja immer irgendein Einkommen, das uns bezüglich der Bonität also nicht ins Bodenlose stürzen lässt. Wie du persönlich mit deiner Bonität stehst, kannst du übrigens auf www.scorekompass.de kostenlos herausfinden.

 

Es kommt aber auch darauf an, wie wir mit diesem Geld umgehen

 

Es gehört definitiv zu unserem Studium dazu, das Leben zu genießen. Wann würden wir – abgesehen von den sehr zeitintensiven Studiengängen – noch einmal zu so viel Freizeit kommen? Und wer das Leben genießt, gibt schlichtweg auch Geld aus. Alles völlig in Ordnung. Dafür ist unser Geld da. Aber die Kunst besteht darin, auch bei einem insgesamt geringen Einkommen so mit dem Geld umzugehen, dass wir uns etwas aufbauen. Eine gute Bonität nämlich. Wer sie nicht hat, kann ernsthafte Probleme bekommen. Das sieht man schon daran, dass wir eine Absage für eine Studentenwohnung nach der anderen kriegen, weil diejenigen einziehen dürfen, die besser aufgestellt sind. Soll zusammengefasst also heißen, dass wir auch immer etwas zurücklegen und haushalten sollten, ohne dabei aber komplett auf die schönen Dinge zu verzichten.

 

Und um etwas zum Haushalten zu haben, gilt es, das Einkommen zu optimieren

 

Die meisten von uns erhalten BAföG und somit zumindest schon mal eine erste grundlegende Finanzstütze, die zwar definitiv größer sein könnte, aber wo wir auch froh sein können, dass wir sie überhaupt haben. Neben dem BAföG erhalten wir vielleicht noch etwas Unterstützung von den Eltern. Zumindest was das Kindergeld angeht, wenn wir nicht mehr zuhause wohnen. Danach aber sind wir auf uns allein gestellt. Viele Studenten entscheiden sich für einen Nebenjob in der Gastronomie oder im Handel. Solche Tätigkeiten kommen zwar nicht immer mit dem perfekten Stundenlohn daher, aber bilden gemeinsam mit den anderen Einkommen eine solide Basis, mit der wir schon mehr anfangen können. Die Alternative heißt freiberufliche Arbeit, wo wir unseren eigenen Stundenlohn festlegen können. Doch das heißt nicht, dass wir komplett ausrasten dürfen. Erstens, weil man sich erst Talent zeigen muss, bevor man kassieren kann. Und zweitens, weil es beim BAföG eine Einkommensgrenze gibt. Alles, was wir über diese Grenze hinaus verdienen, müssen wir an die Behörden abdrücken. Gilt übrigens auch für normale Nebenjobs.

Das beschränkt uns zwar irgendwie, aber eigentlich ist es auch ganz in Ordnung. Schließlich reicht das Einkommen, um zumindest eine vernünftige Bonität zu haben und das Studium ist ja auch nicht dazu da, schnell reich zu werden, sondern erst noch darauf hinzuarbeiten.