Diese Psychologie steckt hinter Tinder

Diese Psychologie steckt hinter Tinder Titelbild

Ohne groß darüber nachzudenken, wischen wir Bilder von fremden Menschen über unsere Bildschirme. Die mobile Dating-App Tinder schlägt uns Menschen vor und wir entscheiden mit einem Wisch, ob wir diese näher kennenlernen möchten oder nicht. Wischen wir nach rechts, bedeutete das, wir haben Lust auf mehr. Wischen wir nach links, dann eben nicht. Aber wieso ist das eigentlich so? Das hat sich auch der Psychologe Jim Davies von der Carleton University in Ottawa gefragt und daraufhin einige Forschungen angestellt, die er nun im Onlinewissenschaftsmagazin Nautil.us veröffentlicht hat. In unserem abendländischen Kulturkreis ist die Richtung von links nach rechts offensichtlich mit positiveren Gefühlen behaftet als anders herum. Tinder macht sich dieses unbewusst positive Gefühl zu eigen, indem sie uns nach rechts wischen lässt, wenn uns eine Person gefällt. Sogar in Filmen, wie Matrix wird dieses Phänomen angewandt: Die Guten laufen im Kampf nach rechts, die Bösen nach links.

Aber wieso sind uns denn nun Bewegungen nach rechts sympatischer als nach links? Der Psychologe Davies sagt, dass hängt mit dem Schreiben zusammen. Wir schreiben von links nach rechts, ganz einfach. Interessant ist, dass in arabischen Ländern und Israel genau das Gegenteil gilt. Die Menschen dort schreiben von rechts nach links und verbinden dem nach auch positive Gefühle mit der Richtung nach links. Das bloße Wischen über den Bildschirm hat also doch einen Sinn und tieferen Hintergrund – wussten wir’s doch!

Folge ZEITjUNG auf FacebookTwitter und Instagram!

Bildquelle: Video Titelbild pixabay

Autorin: Ich soll hier schreiben, wer ich bin. Leider weiß ich das oft selbst nicht genau. Ich werd´s trotzdem versuchen: Ich bin eine Träumerin, hoffnungslos naiv und nicht allzu selbstbewusst. Wäre gerne flexibler, liebe es, zu reisen und kreativ zu sein. Kochen und Essen ist neben Schreiben meine große Leidenschaft. Momentan mache ich bei ZEITjUNG ein Praktikum und freue mich schon auf alle Erfahrungen, die ich während dieser Zeit sammeln darf. In meiner Freizeit bin ich am liebsten draußen, manchmal bringe minderjährigen Flüchtlingen aber auch Deutsch bei. Ansonsten, immer auf der Suche nach mir selbst.