Gebühren: Wieso Tinder bald noch uncooler ist

Tinder-Dating-App-Gebuehren

Ein Kommentar

Lovoo und Tinder sind in Deutschland wohl die meistverbreitetsten Dating-Apps und waren bisher auch kostenfrei. Im Fall Tinder ändert sich das jetzt, denn Tinder Plus soll nicht nur neue Funktionen wie das Deaktivieren von Werbeeinblendungen haben, sondern auch Geld kosten. Und zwar ordentlich.

In Großbritannien ist die Premium-Version schon verfügbar und kostet für Nutzer unter 28 Jahren vier Pfund, umgerechnet also etwa 5,50 Euro. Für diejenigen jedoch, die schon ziemlich nah an der 30 herumschrauben, wird’s um einiges teuerer: Tinder verlangt von älteren Nutzern tatsächlich 15 Pfund – also um die 20 Euro.  In den USA gibt es für Tinder-Nutzer ebenfalls eine altersabhängige Bezahlung. Ab 30 Jahren bezahlt man dort mit 20 Dollar den doppelten Preis von jüngeren Nutzern. In Deutschland schwanken die Zahlen bisher noch zwischen drei und zehn Euro.

Was soll das, Tinder? Ist man mit 28 oder 30 Jahren schon alt? Will Tinder nun ernsthaft ältere Nutzer diskriminieren? Das wäre so ähnlich wie unterschiedliche Cocktailpreise in einer Bar – und jeder, der etwas älter ist, müsste plötzlich für sein Getränk mehr abdrücken als jüngere Gäste. Eine absurde Vorstellung, aber genau das versucht Tinder mit dem Premium-Dienst zu erreichen. Tinder denkt mit den Zusatzgebühren an den Profit, ältere User sind anscheinend nicht so profitabel für die Dating-App. Ein weitere Entwicklung der App dahin, die Liebe doch wieder auf dem “altmodischen” Weg zu suchen. Und nicht über eine Dating-App, die doch sowieso schon over ist.

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Bildquelle: Michael Coghlan über CC BY 2.0 

Autor: Ich bin Student der Sozialwissenschaften - mache ansonsten ganz viel Radio und bin ein Geek in Sachen Musik. Wenn ich mal gerade nicht einer Band ein Mikro ins Gesicht halte suchte ich gerade den neuesten Serienhit oder züchte meinen Rauschebart.