#unbescheidenefrauen: Frauen, seid stolz auf euch!

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Bis zum Doktortitel ist es ein langer, steiniger Weg. Und trotzdem erwähnen manche Frauen ihren Titel nie. Qualitativ hochwertige Artikel erfordern genaue und tiefgehende Recherche. Und trotzdem teilen Journalistinnen ihre eigenen Texte nicht auf Facebook und Co. Kinder sind ein Vollzeitjob. Und trotzdem hängen viele Mütter ihren Einsatz nicht an die große Glocke. Da, wo hart gearbeitet wird, sind Frauen viel zu oft viel zu bescheiden.

Dr. Gunda Windmüller hat in einem Artikel auf watson.de Frauen dazu aufgerufen, stolz auf sich zu sein. Sie sollen unter #unbescheidenefrauen das aufzählen, worauf sie stolz sind. Denn sie selbst hat lange ihren Doktortitel versteckt, für den sie so viel auf sich genommen hat.

Doch warum sind Frauen so bescheiden? Windmüller schreibt, dass sie schon als Mädchen beigebracht bekommen, lieber still als laut zu sein und nicht zu viel von uns selbst zu erzählen. Selbstbewusste Frauen wirken zwar kompetent, aber tatsächlich weniger sympathisch. Da sie, wie wohl fast jeder, geliebt werden wollen, bleiben sie also lieber still. Windmüller beschreibt auch ihre eigenen Erfahrungen mit Kommentaren, die ihre Forschung klein redeten und berichtet von der Frage, ob sie auf der Baumschule promoviert hätte.

Kommentare wie diese machen klein, unsicher und still. Aber das soll sich ändern: Windmüllers Aufruf hat eine Bewegung ins Rollen gebracht. Was es auf Englisch mit #immodestwomen schon länger gibt, nehmen sich jetzt auch deutsche Frauen zum Vorbild und posten, was sie stolz macht:

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz

Mir wurde die Faszination für Worte in die Wiege gelegt. Direkt neben meine Vorliebe für alles, was mit Gefühlen und Zwischenmenschlichem zu tun hat, Mode und französische Filme. Aus der Wiege in der fränkischen Heimat ging es für mich mit dem Vorhaben, all meine Vorlieben in einen Beruf zu packen, ins Schwabenländle. Mit einem Winter in irischen Pubs, einem Sommer in der Isar und bald einem Bachelor im Gepäck lasse ich mich nun überraschen, wie brotlos meine Kunst wirklich ist.