Grenzenlose Verschwendung: Unser Planet ist erschöpft

Belastungsgrenzen der Erde sind erreicht

Wir schreiben den 08. August 2016. Der Tag an dem die Erde still steht? – Nein, der ist zum Glück noch nicht gekommen, aber wenn wir weiterhin so konsumgeil leben, dauert es bis zu diesem Event nicht mehr allzu lange. Denn heute ist der offizielle Welterschöpfungstag 2016. Dieser wird alljährlich vom Global Footprint Network berechnet. An diesem Tag hat es unsere Gesellschaft wieder einmal geschafft, alle Ressourcen, die die Erde für ein ganzes Jahr zur Verfügung gestellt hat, erfolgreich aufzubrauchen. Die Tatsache, dass sich dieser Tag jedes Jahr weiter nach vorne schiebt – dieses Jahr war er fünf Tage früher als letztes Jahr – könnte für uns in naher Zukunft noch durchaus ungemütlich werden.

 

Der ökologische Fußabdruck lässt sich nicht retuschieren

 

Unsere Erde ist schmutzig und wir sind die Schmutzfinken. Enttäuschend: Bei diesem Dreck, den wir Menschen tagtäglich auf der Erde hinterlassen, hilft leider auch die beste Scheuermilch aus dem Supermarkt nicht mehr. Unser ökologischer Fußabdruck lässt sich nicht retuschieren und ein Meister Proper kann auch nicht mehr dabei helfen, unseren Konsum zu verringern. Wir leben ein Leben auf der Überholspur und achten dabei nur selten auf die vielen Ressourcen, die wir dabei verbrauchen. Für all das erhalten wir nun die Quittung. Und die ist teuer, vielleicht sogar unbezahlbar.

 

„Eine unbequeme Wahrheit“: Blockbuster oder Realität?

 

Filme wie Eine unbequeme Wahrheit haben versucht uns darauf vorzubereiten, doch wir haben uns darüber erstaunlich wenig Gedanken gemacht. Manche von uns haben diesen Film sicherlich nicht einmal gesehen, denn es geht nicht um Hollywoodschauspieler, die sich mit Aussehen und Stunts durch den computerinszenierten Weltuntergang schlagen. Die Darsteller sind auch keine bekannten Gesichter der Filmbranche. Eine unbequeme Wahrheit ist ein Dokumentarfilm mit Al Gore, der genau das anspricht, was der Titel schon sagt und dabei viel zu wenig Beachtung bekam: Die unbequeme Wahrheit und die Folgen unseres konsumbehafteten Lebens. Dass Al Gore nicht ganz unrecht hatte, mit dem was er 2006 für die Zukunft vorher sagte, zeigt sich nun im aktuellen WWF Artikel: „Welterschöpfungstag – Die Welt ist nicht genug.“ Die Umweltorganisation macht ganz klar deutlich: „Bei unserer Nachfrage nach Energie, Lebensmitteln und anderen Konsumgütern werden wir noch vor 2050 die Ressourcen von drei Erden benötigen.“ Kleiner Klaps auf den Hinterkopf gefällig?

 

K.o. des Planeten Erde

 

Umweltverschmutzung, Überbevölkerung und Klimawandel – Das könnte ein Werbeslogan für den größten Schreckensfilm unserer Zeit werden. Unsere Erde ist langsam aber sicher erschöpft und wir sind gerade dabei, sie K.o. zu schlagen. Wenn wir das nicht schnellstens ändern, können wir uns direkt an die Bauarbeiten eines zweiten und dritten Planeten machen. Dafür benötigt man allerdings etwas mehr als nur Hammer und Meißel. Wie schon erwähnt: Die Quittung kommt und wir müssen sie bezahlen. Bisher sind unsere Schulden schon ziemlich hoch. Um den Betrag aber in Zukunft zu halbieren und nicht zu verdoppeln, kann jeder etwas tun und ein Stückchen nachhaltiger leben. Wie? – Das hat ZEITjUNG euch in diesem Artikel schon mal verraten.

 

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Bildquelle: Roxanne Desgagnés unter CC0 Lizenz

Redakteurin vom Dienst: Gleichermaßen getrieben von Großstadtherz und Heimatliebe sucht sich das wandelnde Chaos namens "Juli" aktuell ihren kleinen Platz in der Welt. Auf dieser Suche wird sie sowohl von ihrer großen Schreiblust als auch von ihrer Begeisterung für Hundebabys, Elvis Presley und Kinderschokolade begleitet.