Video: Warum verurteilen wir unseren eigenen Körper so grausam?

titelbild-video-selbsthass-2

Wir haben sie alle: Dinge, die wir gerne an uns ändern würden. Das fängt bei überflüssigen Kilos an und endet bei der schiefen Nase. Selbstdisziplin fällt uns oft schwer und so peinigen wir uns wegen unserer Speckrollen eher selbst, bevor wir einfach ernsthaft unseren Schokoladenkonsum in Frage stellen. Und anstatt den schiefen Zinken im Gesicht liebevoll als Charakternase anzuerkennen, betrachten wir uns jedes mal auf ein neues im Spiegel und fühlen uns nur eines: nicht einzigartig, sondern hässlich! Was uns an anderen als charmanter Makel erscheint, ist an uns selbst oft eine vermeintliche physische Katastrophe. Woher kommt es, dass wir mit uns selbst so hart ins Gericht gehen?

 

„He would have never cheated if you were skinnier“

 

„You should be dissapointed in the way you look.“ Sätze wie diesen würden wahre Freunde uns niemals ins Gesicht sagen. Und das aus gutem Grund, denn das sind verletzende Gemeinheiten, die sich in Mark und Bein bohren und unser Selbstbewusstsein in die Knie zwingen. Erschreckend, dass wir es jedoch an die Person richten, der wir doch selbst am nächsten stehen, mit der wir tagtäglich abhängen und die wir also definitiv lieb haben sollten: uns selbst!

The Scene hat ein Video produziert, in dem es genau darum geht: Zwei beste Freundinnen sitzen sich gegenüber und spielen eine Art Ping-Pong der Beleidigungen. Sie lesen sich gegenseitig eben die Kritik vor, die sie ursprünglich an sich selbst gerichtet hatten. Tiffany und Alyssa tun das nicht, weil sie sich verletzen wollen. Das Experiment dient dazu, sich gegenseitig wach zurütteln. Sie wollen die andere dazu bewegen, endlich anzufangen, sich und ihren Körper zu lieben. Das Resultat ist faszinierend, denn es kratzt nicht nur am Selbsthass der jungen Frauen, es stärkt auch extrem das freundschaftliche Verhältnis der beiden. Aber seht selbst! Und fangt am besten auch endlich an euch selbst zu lieben!

 

video-selbsthass-tiffany-2

video-selbsthass-alyssa-2

Praktikantin Die Schule hat mich gerade ausgespuckt, nachdem sie definitiv lange genug auf mir herumgekaut hat. Befreit aus den Fesseln, heißt‘s jetzt erstmal herauszufinden, wohin mit mir. Die erste Adresse: ZEITjUNG. Hab ich selber immer gerne gelesen, bin ja schließlich Generation-Y pur. Mein bisheriger Erfahrungsschatz liegt hauptsächlich bei Tagebuchschreiben, ich freu mich also riesig, mal in die Welt des Online-Journalismus einzutauchen. Ansonsten liebe ich es, neue (sonnige) Orte und Menschen mit ihren Geschichten kennenzulernen, mich auszupowern, lecker zu essen und Nächte durchzutanzen.