Körperbehaarung

Viel diskutiertes Revival: Wofür ist Körperbehaarung gut?

Körperbehaarung hat eine Funktion. Trotzdem haben wir sie jahrelang mit Leidenschaft abrasiert, ausgezupft, epiliert, weggewachst und manchmal sogar dauerhaft weggelasert. Jetzt wird sie langsam wieder „in“. Schick oder eklig? Das überlassen wir dir. Aber wofür ist Körperbehaarung eigentlich gut?

Körperbehaarung – Funktion der Nasenhaare

Nasenhaare sind recht dick und dunkel. So richtig ins Auge fallen sie uns jedoch erst im fortgeschrittenen Alter, wenn uns die sonst versteckten, recht kurzen Härchen fröhlich aus der Nase entgegenwachsen. Viele Menschen greifen dann zum Trimmer und kürzen den Urwald gnadenlos ein.
Zu kurz sollten sie jedoch nicht werden, denn wie die übrige Körperbehaarung haben auch Nasenhaare wichtige Funktionen. Sie dienen als erster Filter für die Atemluft auf dem Weg in die Lunge. Grobe Schmutzpartikel, Staub, kleine Fliegen und andere Krabbeltiere werden durch das Haargeflecht ausgelesen. Das bewahrt dich zum Beispiel des Öfteren vor einer lästigen Hustenattacke, mit der der Körper reagieren würde, kämen diese Fremdstoffe tiefer in die Atemwege hinein. Außerdem verursachen die Partikel dann auch keine Entzündungen der Schleimhäute und auch Bakterien können sie nicht als Vehikel in die Lunge nutzen.
Wofür ist die Körperbehaarung hier also gut? Genau, zum Schutz vor Infektionen und fiesen Hustenattacken. Außerdem fangen sie das Nasensekret auf – sonst würde dir wohl deutlich öfter die Nase laufen. Eine ähnliche Schutzfunktion haben übrigens auch Wimpern, Augenbrauen und die Haare in den Ohren.

Körperbehaarung – Funktion der Achselhaare und der Intimbehaarung

Achselhaare haben einen einfachen, aber nicht unwichtigen Job: Temperaturregulation. Diese Körperbehaarung übt ihre Funktion aus, indem sie die Oberfläche unter der Achsel deutlich vergrößert und so den Schweiß schneller und leichter abtransportiert.
Umfangreicher sind da schon die Aufgaben der Intimbehaarung. Sie schützt die Intimzone vor Fremdstoffen, Schmutz und Keimen. Außerdem hilft sie, die Körpertemperatur dieses Bereichs zu regulieren. Zudem ist die Intimbehaarung ein Schutz für die sensible Haut der Intimzone. Das glatte Haar mindert die Reibung und schützt die Haut so vor Überreizung. Nicht zuletzt hat diese Körperbehaarung die Funktion eines Duftreservoirs. An den Haaren bleibt das Sekret der Drüsen hängen, die die Sexuallockstoffe produzieren, die anziehend auf potenzielle Partner wirken.

Körperbehaarung – Funktion allgemein

Haare wachsen fast überall am Körper. Besonders häufig zu finden sind sie — vor allem beim männlichen Geschlecht — im Gesicht, auf der Brust, an den Beinen, den Armen und am Po.

Diese Körperbehaarung hat ebenfalls Funktionen, die für den Körper sehr wichtig sind. Das beginnt schon dabei, dass sie das Gestreicheltwerden für dich noch angenehmer macht. Durch die Haare steigt die Sensibilität der Haut, da sie die Reize verstärken und schon dann abfangen, wenn die Berührung die Haut selbst noch gar nicht erreicht hat.
Diese Sensibilität hat noch einen Vorteil: Die Haare melden schon frühzeitig Annährungsversuche blutsaugender Insekten. Mücken, Zecken, Bettwanzen und Co. haben es also zum Beispiel an rasierten Beinen leichter, eine unbemerkte Blutmahlzeit einzunehmen. Gleichzeitig müssen sich die Lästlinge erstmal durch den Haardschungel arbeiten, um die passende Stelle zum Stechen zu finden. Unsere Körperbehaarung ist also ein Teil unserer Parasitenabwehr.

Und wofür ist die Körperbehaarung noch gut? Na klar, für den Kälteschutz des Körpers. Zwar ist das Luftpolster, das sich zwischen den aufgerichteten Haaren deiner Gänsehaut befindet, nicht so effektiv wie das bei einem dichten Haarkleid. — aber es ist besser als nichts.

 

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Bildquelle: Unsplash unter CC0 Lizenz