Zahnspangen für Erwachsene – eine Alternative zur Korrektur von Kiefer- und Zahnfehlstellungen

Zahnspangen für Erwachsene.

Grundsätzlich bestehen keine Altersbeschränkungen für kieferorthopädische Zahnkorrekturen. Dennoch gehen viele Erwachsene davon aus, dass Zahnspangen hauptsächlich für Kinder und Jugendliche infrage kommen. Solange ein Patient jedoch noch über eigene Zähne in einem gesunden und entzündungsfreien Gewebe verfügt, sind kieferorthopädische Korrekturen mit Zahnspangen möglich.

Langfristigen gesundheitlichen Problemen vorbeugen

Zahn- und Kieferfehlstellungen können auch bei Erwachsenen zu langfristigen gesundheitlichen Problemen führen. Durch Fehlstellungen oder Engstände der Zähne wird das Zähneputzen erheblich erschwert, sodass das Risiko für Zahnfleischerkrankungen und Karies deutlich steigt. Mit der Verwendung einer Zahnspange können Fehlstellungen korrigiert und mögliche Schäden durch eine falsche Bisslage verhindert werden. Bei Zahnspangen wird zwischen unsichtbaren Zahnspangen, lockeren herausnehmbaren Zahnspangen, klassischen festen Zahnspangen und Retainer-Zahnspangen unterschieden. Da die Brackets bei unsichtbaren Zahnspangen auf die Zahninnenflächen geklebt werden, sind diese von außen vollkommen unsichtbar. Zu Beginn der Therapie kann allerdings die Aussprache minimal beeinflusst werden. Meist werden transparente, hauchdünne, individuell angefertigte Kunststoffschienen, sogenannte Aligner, auf nahezu unsichtbare Weise angebracht, um die Zähne schonend in die entsprechende Zielstellung zu bewegen. Bei der Verwendung von Alignern muss eine Tragezeit von 20 bis 22 Stunden pro Tag eingehalten werden. Diese Zahnspangen werden nur während der Mahlzeiten und beim Zähneputzen herausgenommen. Herausnehmbare Zahnspangen werden im Rahmen einer Frühbehandlung hauptsächlich von Kindern und Jugendlichen getragen. Bei dieser Form der Korrektur werden entweder aktive Platten, die einfache Zahnbewegungen ermöglichen oder funktionskieferorthopädische Apparaturen, die Einfluss auf das Kieferwachstum nehmen, verwendet.

Zahnspangen verbessern Gebiss-, Kau- und Abbeissfunktion

Diese Geräte tragen durch die Nachentwicklung des Unterkieferwachstums auch zur Kieferlagekorrektur während der Wachstumsphase bei. Jeder Kieferorthopäde empfiehlt eine rechtzeitige Korrektur von Kieferfehlstellungen, um eine erhöhte Abnutzung der Zähne zu verhindern und die Gebiss-, Kau- und Abbeissfunktion zu verbessern. Feste Zahnspangen sind die klassischen Lösungen zur Korrektur von Fehlstellungen und bestehen aus kleinen, mit Spezialkleber auf die Zähne geklebten Metallelementen, die mit feinen Drahtbögen verbunden werden. Diese Technik ermöglicht, dass wohldosierte Kräfte dauerhaft auf die Zähne einwirken, um die Bewegungen der Zähne optimal zu kontrollieren. Retainer-Zahnspangen bestehen aus einem festen oder herausnehmbaren Stabilisator. Mit diesem Zahnspangen-Typ soll der Behandlungserfolg einer kieferorthopädischen Therapie unterstützt werden. Da nach einer kieferorthopädischen Behandlung eine gewisse Rückfallwahrscheinlichkeit von Zahnschiefstellungen besteht, ist es sinnvoll, die korrigierte Zahnstellung durch die Verwendung von Zahnspangen zu unterstützen. Die Behandlungsdauer ist von der individuellen Fehlstellung des Patienten abhängig. In der Regel werden Zahnspangen zwischen 1,5 und 2 Jahren getragen.

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Bildquelle: Pexels mit CCO Lizenz.