Zeitgeist: Die essbare Stadt

essbare Stadt

Die meisten Städte in Deutschland tragen Schilder am Rand ihrer öffentlichen Grünanlagen, auf denen deutlich zwei Worte geschrieben sind. „Betreten verboten!“ Toll, riesige Wiesen, die man nicht mal irgendwie benutzen kann. Doch jetzt ist Deutschland in diesem Punkt im Wandel. Der Mensch interessiert sich nämlich doch für seinen Planeten.

Ein noch junger Trend begeistert nun deutsche Städte. Öffentliche Grünanlagen sollen mit Gemüse bepflanzt werden. Die Idee dabei ist, dass die Städte alles Nötige für die Bepflanzung kostenlos stellen und der Bürger selbst der Gärtner ist. Das Gemüse kann von jedem geerntet werden. Dies bringt die Bürger mit einem gemeinsamen Gedanken wieder näher an die regionale Natur.

So ging alles los

 

Andernach am Rhein war die erste Stadt in Deutschland, die sich dafür entschieden hat, Gemüse auf ihren öffentlichen Grünanlagen zu pflanzen. 2010 wurde das Projekt gestartet. Ein Jahr später wurde die Stadt für die Idee ausgezeichnet. „Andernach zeigt auf außergewöhnliche Art und Weise, wie in einer modernen Stadt Landwirtschaft betrieben werden kann. Gleichzeitig fördert das Projekt den Gemeinschaftssinn und macht die Stadt lebens- und liebenswerter“, hieß es in dem Statement der Jury. Um die Schlossruine der Stadt sind Gemüse- und Blumenbeete angepflanzt worden. Und auch außerhalb der Stadt sind ganze 13 Hektar Permakultur entstanden!

Stichwort Nachhaltigkeit

 

Knapp 40 Städte sind es seit dem geworden, die nach dem Vorbild von Andernach gehandelt haben. Die Aufmerksamkeit auf regionales Gemüse und Nachhaltigkeit ist das große Ziel. Durch diese Grünanlagen spart man viel Plastikverpackungen ein, die ein Kauf in einem Supermarkt mit sich führt. Viel Unterstützung finden diese Projekte durch die jüngeren Generationen. Mit etwas Eigeninitiative kostenlos Gemüse und Obst bekommen. Das lässt man sich als Student natürlich nicht zweimal sagen. Auch Regensburg wird zur „essbaren Stadt“ werden. Transition Regensburg ist die Organisation, die sich in der oberpfälzischen Großstadt um diese nachhaltigen Projekte kümmert. Unter dem Namen „Gardening“ wird die Idee der essbaren Stadt dort verbreitet.

Da soll noch einmal jemand sagen, dass sich die Menschheit nicht genügend um den Planeten kümmert! Hier könnt ihr euch ein Video zu Andernach am Rhein anschauen.

 

 

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Bildquelle: Flickr/MosmanCouncil

Praktikant: Ei Gude! Ich bin der Dennis und studiere Sportjournalistik. Das Licht der Welt habe ich in der Nähe von Frankfurt erblickt. Wegen der Nähe zu den Bergen und weil München einfach ne’ geile Stadt ist, habe ich mich zum Dasein als Exil-Hesse entschieden. Außerdem bin ich Wintersport-Fetischist. Das lässt sich hier im Süden natürlich besser ausleben. Joa, ich hoffe ich werde euch mit meinen Artikeln unterhalten können!