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Frauen, geht auf Reisen – auch alleine!

Mit einem Facebook-Post, verfasst aus der Sicht getöteter Frauen, löste die paraguayische Studentin Guadalupe Acosta eine gewaltige Welle aus.

Viele Frauen fühlen sich unwohl, wenn sie nachts alleine unterwegs ist – das ist nicht erst seit den sexuellen Übergriffen in Köln und Hamburg der Fall. Und doch haben die Geschehnisse – ob bewusst oder unterbewusst – Einfluss genommen. Das ist traurig und vor allem erschreckend, denn eines darf uns niemals genommen werden: Spaß und Freude daran, das Leben in vollen Zügen zu genießen.

Dieser Meinung ist auch die paraguayische Studentin Guadalupe Acosta, die in ihrem Heimatland immer wieder mit sexistischen Äußerungen zu kämpfen hat. Erst kürzlich machte ein berühmter, argentinischer Psychiater eine Aussage, die ihr besonders nahe ging. Nachdem zwei junge, argentinische Frauen auf einer Reise nach Ecuador ermordet wurden, meinte er wortwörtlich er könne nicht verstehen, wieso die beiden Frauen das Risiko auf sich genommen hätten „alleine zu reisen“ – und vernachlässigte dabei vollkommen, dass die beiden ja zu zweit unterwegs gewesen waren. Kommentare wie diese machen Acosta einfach nur wütend. “So etwas hört man in Lateinamerika ständig, wenn eine Frau getötet wird.“, erzählt sie in einem Interview mit der BBC.

 

„Ich reise alleine!“

 

Dabei wäre es fatal, wenn Frauen sich in ihrer Lebensweise einschränken ließen, weil schlimme Dinge passieren, denn das wird immer so sein. Doch niemand darf sich deshalb von seiner Angst überwältigen lassen und in einen Zustand der Abhängigkeit begeben. Deshalb verfasst Acosta einen außergewöhnlichen Facebook-Post, der innerhalb weniger Stunden viral geht. Sie schreibt aus der Sicht der beiden verstorbenen Frauen, María Coni und Marina Menegazzo, und beginnt mit den Worten: “Gestern wurde ich getötet. Doch schlimmer noch als das war die Demütigung, die danach kam.“ Ein paar Zeilen weiter heißt es: „Ich habe genau das gemacht, was ich wollte, war nie unterwürfig oder bin nur zuhause geblieben, und habe mit meinem eigenen Geld in meine Träume investiert.“ Zum Schluss fordert Acosta alle Frauen dazu auf, ihre Stimme zu erheben und für das Leben, dass sie sich erträumen, zu kämpfen.

Die Reaktionen im Netz sind überwältigend. Bald machen sich weltweit hunderte Frauen auf Instagram mit dem Hashtag #ViajoSola (Spanisch für “Ich reise alleine“) für Acostas Sache stark und posten Fotos von ihren exotischsten Reisezielen. Hier ein paar Beispiel-Posts von Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen – egal was passiert.

 

#india #fatehpursikri

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