„13 Fragen“ – Die Suche nach dem Kompromiss

Am Sonntag (20.06.2021) kommt das Online-First-Format „13 Fragen“ erstmals im TV auf ZDFneo. Die Moderation übernehmen wieder Salwa Houmsi und Jo Schück. Im Mittelpunkt sollen besonders Themen stehen, die auch im Hinblick auf die Bundestagswahlen im September interessant sein dürften.

Kein Studio, keine Zuschauer – gedreht wird stattdessen in einer ehemaligen Brauereihalle. Schon auf dem ersten Blick wird klar: „13 Fragen“ ist nicht einfach nur eine weitere Talkshow. Zu Gast sind zwei Seiten mit jeweils drei Personen. Ihre Meinungen sind dabei so divers wie möglich. Ziel ist es, Pro und Contra am Ende der Diskussion auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.

Diskutieren mussten wir mit Salwa Houmsi und Jo Schück nicht: Im Interview hat uns das Moderations-Duo Fragen zum Format und zur 2. Staffel beantwortet.

ZEITjUNG: Für euer Format „13 Fragen“ habt ihr euch gegen einen klassischen Stuhlkreis und stattdessen für ein schachbrettartiges Feld entschieden: Was war der Gedanke dahinter?

Jo: Es ist schon erstaunlich, wie anders Menschen reagieren, wenn sie nicht bräsig im Sessel sitzen, um möglichst applaus-heischend mit ihrer Meinung zu punkten, sondern klar aufgefordert sind zur Bewegung, zum Aufeinander-Zugehen. Offenbar bleibt dabei nicht nur der Körper beweglich, sondern auch der Kopf. Wir suchen den Kompromiss, und selbst wenn das nicht klappt, wird auch innerhalb einer Gruppe klar, welche Differenzierungen zu einem Thema möglich sind. Am Ende sieht man deutlich, wer wo steht. Im wahrsten Sinne des Wortes. 

Salwa: Für die Redaktion ist zentrales visuelles Element des Formates die Bewegung im Raum. Sechs Diskutant*innen stehen sich auf gegenüberliegenden Seiten eines großen Raums gegenüber. Der Abstand zwischen ihnen versinnbildlicht ihren Dissens. Mein Ziel ist, sie mit Hilfe von 13 Fragen in ein Mittelfeld zu bewegen/aufeinander zu bewegen. Dieser symbolisiert einen Kompromiss oder eine Lösung, auf die sich alle Diskutant*innen einigen können, die Goldene Mitte. Herausgekommen ist dieses Tape-Art-Spielfeld. 

Großer Anime-Fan und leidenschaftlicher Gamer mit einem Faible fürs Schreiben und das Lernen von Sprachen - gerne auch mal ausgefallenere wie Elbisch oder im Moment Mandarin. Zudem ein überzeugter Hemdenträger, exzessiver Nutzer der Farbe Schwarz (Dark Mode ist PFLICHT) und Katzenliebhaber.