AfD-Jugend: „Linke Cancel Culture erhält Einzug innerhalb der AfD“

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Erst am 18. April wurde Marvin Neumann zum Co-Vorsitzenden der „Jungen Alternative“, kurz JA, gewählt. Am vergangenen Montag, etwas über einen halben Monat später, hat er nun seinen Austritt aus der AfD erklärt. Eine Begründung blieb er (bis jetzt) schuldig. 

Bereits seit 2019 gilt die Junge Alternative vor dem Verfassungsschutz als rechtsextremer Verdachtsfall. Die Personalie Marvin Neumann befeuerte die Thematik vergangene Woche zusätzlich. Konkret geht es dabei um frühere Äußerungen, die der Brandenburger im Zeitraum Dezember 2020 bis März 2021 getätigt haben soll. Als Beweislage dienen Screenshots von Posts eines „Marvin T. Neumann“ auf Twitter, die „vermutlich auf Facebook“ auch online waren, so Knuth Meyer-Soltau, der Leiter der AFD-internen „Arbeitsgemeinschaft Verfassungschutz“. Die Sorge Meyer-Soltaus: Die Social-Media-Beiträge von Neumann hätten das Potenzial, die JA durch das Bundesamt für Verfassungsschutz „unmittelbar als erwiesen extremistische Bestrebung hochzustufen.“

„Weiße Vorherrschaft ist okay“ 

Die Screenshots sind umfangreich. So hatte der Twitter-Account „Marvin T. Neumann“ am 2. Dezmeber 2020 gepostet, dass „andere weiße Europäer bzw. ihre Nachfahren Deutsche werden könnten, Schwarzafrikaner aber nicht.“ Es gebe, so heißt es an anderer Stelle, keine „Schwarzen Deutschen und Europäer.“ Sie seien „bestenfalls Teil der Gesellschaft“ und besäßen bestimmte Staatsbürgerschaften, wären aber nicht Teil einer „tradierten, authentischen, europäische(n) Identität.“

Fußballfan mit musikalischer Dauerbeschallung, wenn nicht gerade selbst am Klavier oder der Gitarre. Eigentlich ein geselliger Typ, der aktuell aber auch seine Liebe für Bücher und exzessiven Netflix-Konsum entdeckt.